Montag, 16. August 2021

Magnago-Platz: Vorbereitungen für den Tag der Autonomie laufen

Der 5. September wird in Südtirol als Tag der Autonomie gefeiert. 2021 stehen die Auseinandersetzung mit der Geschichte und die Eröffnung eines Autonomie-Parcours am Magnago-Platz im Mittelpunkt.

Am Tag der Autonomie 2021 stehen die Auseinandersetzung mit der Geschichte und die Eröffnung eines Autonomie-Parcours am Magnago-Platz im Mittelpunkt.
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Am Tag der Autonomie 2021 stehen die Auseinandersetzung mit der Geschichte und die Eröffnung eines Autonomie-Parcours am Magnago-Platz im Mittelpunkt. - Foto: © LPA/Silvia Fabbi
Am Silvius-Magnago-Platz in Bozen wird in den kommenden 2 Wochen auf Hochtouren gearbeitet. Auf dem Platz vor dem Palais Widmann, dem Sitz der Landesregierung, vor dem Südtiroler Landtag und vor dem Landhaus 2 wird ein Ausstellungsparcours eingerichtet, der in 9 Stationen und 4 Sprachen die Geschichte der Autonomie Südtirols erzählt.

Die Arbeiten für diesen Autonomie-Rundgang werden Anfang September abgeschlossen sein, da der Parcours am 5. September, dem diesjährigen Tag der Autonomie, in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste feierlich seiner Bestimmung übergeben wird.

Multimedialer, viersprachiger Autonomie-Parcours


Der multimediale Autonomie-Parcours auf dem landeseigenen Magnago-Platz erklärt anschaulich, kurz und kompakt, wie es zur Südtirol-Autonomie gekommen ist, worin sie im Wesentlichen besteht und auf welchen Grundlagen sie aufbaut.

Er berichtet über erreichte Ziele, zugestandene Kompetenzen, aber auch von den Grenzen der Autonomie, gibt Einblick in das Leben des Autonomie-Vaters Silvius Magnago und informiert über die tragenden Autonomiebestimmungen wie Proporz, autonomes Schulsystem oder Finanzregelung, aber auch über Identitätsfragen.

Die 9 Stationen in Stelenform laden zur Auseinandersetzung mit Gemeinschaft, Identität und Zukunft ein. Ergänzt wird der Ausstellungsparcours am Magnago-Platz durch eine Installation im benachbarten Bahnhofspark, den die Gemeinde Bozen nach Alcide Berloffa benannt hat und dessen Rolle in der Ausgestaltung der Südtiroler Autonomie damit gewürdigt wird.

Parcours von Historikern und Museumsfachleuten gestaltet

Konzipiert wurde der Parcours von einer Gruppe von Historikern und Museumsfachleuten unter der Leitung des Betriebs Landesmuseen. Mitgearbeitet haben unter anderen Hans Karl Peterlini, Andrea Di Michele, Martha Stocker, Verena Malfertheiner und Josef Rohrer. Für die konzeptionelle und grafische Umsetzung zeichnet die Agentur Doc verantwortlich.

Nach Abschluss der Aufbauarbeiten wird der neue Autonomie-Parcours gemeinsam mit dem weiterführenden Parcours der Gemeinde Bozen in dem nach dem Autonomiemitgestalter Alcide Berloffa benannten Bahnhofspark am 3. September im Rahmen einer Pressekonferenz vorab vorgestellt. Offiziell seiner Bestimmung übergeben wird der Parcours dann am 5. September, dem Tag der Autonomie.

Am 5. September 1946 haben der österreichische Außenminister Karl Gruber und der italienische Ministerpräsident Alcide Degasperi im Rahmen der Pariser Friedenskonferenz einen Vertrag besiegelt, der erstmals konkrete Schutzbestimmungen für die deutschsprachige Bevölkerung Südtirols auf internationaler Ebene verbrieft und die Grundlage der Autonomie Südtirols bildet. Seit 2014 wird in Südtirol am 5. September der Tag der Autonomie gefeiert


stol/lpa

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