Die Ausstellung zeigt Bücher, Dokumente, Entwürfe, Kostüme, Bühnenrequisiten, Presseberichte und Filmprojektionen. Zu den zentralen Stationen gehört die legendäre Inszenierung von Giuseppe Verdis „La Traviata“ aus dem Jahr 1955 mit Maria Callas, unter dem Dirigat von Carlo Maria Giulini und mit Bühnenbildern von Lila De Nobili. Ein Mitschnitt der Premiere erinnert an den historischen Abend.<BR /><BR />Schwerpunkt ist die Zusammenarbeit Viscontis mit Maria Callas. Kostüme, Fotografien und weitere Dokumente geben Einblick in die Arbeit der beiden Künstler. Visconti hatte Callas unter anderem bei Haltung und Gestik inspiriert und sie dazu gebracht, sich mit großen Darstellerinnen vergangener Epochen wie Eleonora Duse und Sarah Bernhardt auseinanderzusetzen.<BR /><BR />Die Ausstellung widmet sich auch jenen Projekten, die Visconti nicht mehr verwirklichen konnte. Dazu gehören eine von Arturo Toscanini gewünschte „Falstaff“-Inszenierung sowie ein geplanter Wagner-Ring. Diesen hätte Visconti zwischen 1973 und 1976 inszenieren sollen, er musste das Vorhaben jedoch wegen Erkrankung aufgeben. Anhand dieser nicht realisierten Projekte zeigt die Ausstellung auch die persönliche Seite des Regisseurs.<BR /><BR />Mit der Ausstellung setzt sich das Theatermuseum der Scala weiter mit bedeutenden Regisseuren des Musiktheaters fort. Visconti habe das Verhältnis von Musik, Theater und Kultur auf neue Weise geprägt und der Geschichte der Scala sowie der Kultur des 20. Jahrhunderts einen bleibenden Stempel aufgedrückt, betonte die Leitung des Opernhauses zur Ausstellung.