In der Erwachsenenbildung ist der Abstand vom Alltag generell ein wichtiges Element, der Lehrgang Die Ku¨nstlerbrille geht noch einen Schritt weiter, sagt Claudia Santer, Direktorin des Bildungshauses Schloss Goldrain. Umdenken lernen, um damit auf berufliche Herausforderungen mit neuen Techniken und mehr Mut reagieren zu ko¨nnen, sind laut Santer wichtige Elemente des Lehrgangs.U¨ber den Mehrwert von Kreativita¨t ko¨nnen sich Fu¨hrungskra¨fte aus Handwerk, Wirtschaft und Verwaltung neue Perspektiven erschließen, die Mittel zur Umsetzung fu¨r das eigene professionelle Umfeld werden ihnen mitgegeben. In einer kleinen Gruppe, die sich von Oktober bis Juni neunmal treffen wird, ist die Zeit und Möglichkeit, in Diskussionen und selbtständigem Arbeiten auf individuelle Bedürfnisse, so Santer, einzugehen. So können die verschiedenen Module für Menschen aus unterschiedlichen Hintergründen Impulse setzen, die richtungsweisend sein können.Interaktion zahlreicher KünstlerDie Ku¨nsterbrille hat in der ersten Auflage unter der Leitung von Dagmar Frick-Islitzer bereits seit Januar 2018 Kunstschaffende wie die Su¨dtiroler Sprachku¨nstlerin Lene Morgenstern, den Schweizer Kultautoren Tim Krohn oder das Bildhauerduo Venske & Spa¨nle aus Deutschland als Mitwirkende gewinnen ko¨nnen.Dass das Thema des Kurses eher neu ist und damit auch Skepsis hervorruft, ist fu¨r die Direktorin kein Problem: „Neues zu wagen ist in der Erwachsenenbildung ein Muss. Unser Ziel ist, dass die Menschen einen Schritt weiterkommen. Das bedeutet fu¨r uns, dass wir uns selbst auf Neues einlassen mu¨ssen“. Generell gehe es auch darum, den Kopf so freizubekommen, dass die Teilnehmenden sich auf Neues einlassen ko¨nnen, so Santer weiter: „Gerade Die Ku¨nstlerbrille ist pra¨destiniert fu¨r diese Art von O¨ffnung; durch die Interaktion mit den zahlreichenden Ku¨nstlerinnen und Kulturschaffenden werden Fenster geo¨ffnet, die immer schon da waren, aber noch nicht aufgestoßen werden konnten“.Wie setze ich Gelerntes um?Wie aber sieht es aus, wenn Zeitdruck und Vorgaben im ta¨glichen Berufsumfeld das Anwenden einer neuen Sichtweise im Weg stehen? Ist es u¨berhaupt mo¨glich, das Gelernte umzusetzen? Ja, ist Santer u¨berzeugt und fu¨gt an, dass gerade dieser Aspekt ein tragender Teil des Kurses sei, na¨mlich ein spa¨teres Anwenden mo¨glich zu machen: „Selbst wenn hoher Druck in Form von Vorgaben und Terminen bestehen mag, kann der Einzelne lernen, ganz bewusst Kontrapunkte zu setzen.Wie die Kunsthandwerkerin Verena Wopfner, Mitwirkende des ersten Lehrgangs, bereits sagte: Wenn kein Platz mehr ist, Raum und Zeit dafu¨r zu schaffen, dass man Neues zula¨sst, bleibt man immer innerhalb der bereits geschaffenen Grenzen. Und da setzt auch Die Ku¨nstlerbrille an: Eine neue Sichtweise zulassen, womit auf Altbekanntes geschaut werden kann – um so neue Wege umsetzen zu ko¨nnen. Es fa¨ngt, trotz Vorgaben und Terminen, immer bei einem selbst an“. Information & Anmeldung unter info@schloss-goldrain.com.stol