Montag, 12. März 2018

„Metamorphosis“: Wundersame Verwandlungen

17 Jahre in der Puppe für nur 8 Wochen Leben. Oder 2 Jahre als Larve im Wasser und dann nur noch wenigen Stunden bis zum Tod: Das faszinierende Phänomen der Metamorphose ist das Thema der neuen Sonderausstellung im Naturmuseum Südtirol.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 16. September 2018. - Foto: Naturmuseum Bozen
Badge Local
Die Ausstellung läuft noch bis zum 16. September 2018. - Foto: Naturmuseum Bozen

Feine, haarige Fühler, die aus den Bildern zu ragen scheinen, Facettenaugen, Borsten und Klauen, bis zu 600 Mal vergrößert: Wie Wesen aus einer anderen Welt sehen sie aus, die Hauptdarsteller der neuen Sonderausstellung „Metamorphosis“ im Naturmuseum Südtirol in Bozen. Zu sehen sind Insekten auf 20 großformatigen Doppelporträts und zwar einmal als Larven und dann als ausgewachsenes Tiere.

Die Bilder stammen von der Biologin Nicole Ottawa und dem Fotografen Oliver Meckes, beide aus Deutschland, die zusammen das Unternehmen „eye of science“ bilden und bereits mehrere Preise für ihre Naturfotografien bekommen haben.

Ottawa und Meckes eröffnen mit ihren Bildern den Blick in eine völlig verborgene Welt unter dem Elektronenmikroskop und thematisieren das Phänomen der Metamorphose, sprich den Weg von der Larve zum geschlechtsreifen Tier: Ähnlichkeiten zwischen Alt und Jung sucht man dabei vergeblich und auch die Lebensweisen der Tiere in den beiden Stadien unterscheiden sich stark. Begleitet werden die Bilder von leicht lesbaren Texten, die zum Schmunzeln anregen und dem Publikum diese Verwandlung bildlich vor Augen führen. 

Die Sonderausstellung erklärt zudem genau, wie Metamorphose geschieht. Eröffnet wird die Ausstellung am Montag, 12. März 2018 und läuft noch bis zum 16. September 2018, täglich von 10 bis 18 Uhr, außer montags. 

Vortrag „Abtauchen in den Mikrokosmos“

Am Freitag, 16. März um 20 Uhr findet außerdem der Vortrag „Abtauchen in den Mikrokosmos“ mit den beiden Fotografen der Ausstellung statt. Dabei werden diese den Weg beschreiben vom Insekt über die Präparation und das Elektronenmikroskop bis hin zur endgültigen Fotografie. In einer anschließenden Bildervorführung laden sie zum „Abtauchen in den Mikrokosmos“ ein. Die Bandbreite der elektronenmikroskopischen Aufnahmen reicht von Insekten über Pflanzen bis hin zu menschlichen Geweben und Zellen. Der Eintritt ist frei.

stol

stol