Montag, 11. Juni 2018

Michael Aster ist „Oben“

Nach der Erfolgs-Single „Lissabon“ und dem Lied „Dein Leben“ folgt mit „Oben“ nun bereits der dritte eigene Song des Girlaner Sängers und Songwriters Michael Aster. Worum es in dem Lied voller starker Botschaften geht, wie er den Videodreh zu „Oben“ erlebt hat, welche Pläne und Träume der Musiker hat und was ihm sonst noch am Herzen liegt, hat uns der Künstler im STOL-Interview verraten.

Michael Aster hat sich mit STOL über seine neue Single „Oben“ unterhalten und einiges Interessantes verraten. - Foto: Michael Aster
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Michael Aster hat sich mit STOL über seine neue Single „Oben“ unterhalten und einiges Interessantes verraten. - Foto: Michael Aster

Südtirol Online (STOL): Nach den Erfolgs-Singles „Lissabon“ und „Dein Leben“ hast du mit „Oben“ nun deinen dritten Song inklusive Video fertiggestellt. Worum geht es in dem Lied und was drückt es aus? 

Michael Aster: „Oben“ habe ich in einer Lebenssituation voller Selbstzweifel geschrieben. Am Anfang des Songs sind diese spürbar („Ein Labyrinth in Endlosschleife, keine Nähe, so viel Weite….“). Für mich selbst überraschend war, wie sich der Song im Prozess des Schreibens immer mehr ins Positive gewandelt hat. Bei „Oben“ geht es in erster Linie um Glauben und Vertrauen in sich selbst und in die Welt. Ich wollte das Auf und Ab im Leben zum Ausdruck bringen. Der Song hält den Prozess des Übergangs von einem Tief zu einem Hoch fest, das Erleben der Vorfreude und schlussendlich auch das Erreichen eines Zustands von Euphorie und Zufriedenheit, wenn man dann mal „Oben“ ist. Ich habe in diesem Song nicht wirklich eine Message für die Zuhörer verpackt, aber womöglich kann der eine oder andere sich doch damit identifizieren und an sein eigenes baldiges „Oben“ glauben.

STOL: In dem Video sind viele verschiedene Schauplätze und Menschen zu sehen. Haben die Orte - wie der Aussichtsturm in Kohlern oder die Blätterbachschlucht - und die Menschen, die mitspielen, eine besondere Bedeutung für dich? 

M.A.: Das Video wurde tatsächlich an vielen verschiedenen Schauplätzen gedreht. Girlan, Arco, Sarnonico, Matschatsch, Kohlern, Altenburg und das Weißhorn dienten als Drehorte. Daniel Socin, dem Regisseur, und mir war es wichtig unterschiedliche Szenerien, mit unterschiedlichen Charakteren und unterschiedlichen Aktivitäten vor schönen Kulissen einzufangen und dabei die Stimmung des Songs zu unterstreichen. Einige Drehorte für das Video wurden ganz einfach aus praktischen Gründen gewählt, wie etwa Kohlern, das sich perfekt für die Mountainbike-Downhill-Szenen mit Veronika Widmann, die ja Weltcup fährt, geeignet hat. Andere Orte wurden aus ästhethischen Gründen gewählt, wie zum Beispiel das Weißhorn. Nur ein Ort, welcher im Video zu sehen ist, hat für mich eine besondere Bedeutung, und zwar die Rastenbachklamm, welche zwischen dem Kalterer See und Altenburg verläuft. Vor ein paar Jahren habe ich mich in das dortige Gelände, die Vegetation, die schönen Ausblicke und die vielen Überraschungen auf dem Weg verliebt und habe sie seitdem mehrmals jährlich besucht. Im Video wirken viele gute Freunde und auch einige Familienmitglieder mit. Andere habe ich erst bei den Dreharbeiten kennengelernt, wie eben die bereits genannte Veronika Widmann (Downhill-Weltcupfahrerin) oder Sandra Unterkofler, welche großes schauspielerisches und auch gesangliches Talent aufweist. Sehr viel bedeutet mir Isabel Marasca, die junge Frau, welche im Video auf ihrem Pferd durch Wälder und Wiesen galoppiert. 

STOL: Du schreibst deine Texte ja alle selber. Woher holst du dir deine Inspiration für deine Musik? 

M.A: Meine Inspiration hole ich mir in erster Linie aus persönlichen Lebenserfahrungen, Gedankenspielen und Träumen.

STOL: Was bedeutet dir die Musik und die Zusammenarbeit mit deinem Team?

M.A.: Musik stellt für mich in erster Linie eine Möglichkeit dar, mich selbst auszudrücken. Mit Worten allein fühle ich mich manchmal zu eingeschränkt, um eine Emotion ausreichend zu verarbeiten und zu beschreiben, durch das Hinzufügen einer Melodie und durch den Gesang, komm ich dem ein gutes Stück näher. Ich habe erst vor relativ kurzer Zeit angefangen Musik zu machen und hatte in dem Sinn auch kein Team um mich herum. Doch nach und nach kristallisierten sich Menschen heraus, die mich auf meinem Weg, Musik zu machen, auf verschiedene Art und Weise begleiteten. Das startet beim Produzenten im Tonstudio, ging über meine Musikvideo-Crew bis hin zu Musiker-Kollegen, die mich bei Live-Auftritten begleiten. Dabei habe ich im Zeitraum der letzten 12 Monate unheimlich viele, sehr leidenschaftliche, kompetente und herzliche Menschen kennengelernt, mit denen die Zusammenarbeit viel Spaß macht und Früchte trägt.

STOL: Klingt gut. Hast du trotzdem noch einen Traum, der in Erfüllung gehen sollte, was willst du noch erreichen? In der Musik, aber auch privat? 

M.A.:  Eine sehr spannende Frage. Mein Traum ist es eines Tages ein Lied zu schreiben, dessen Melodie schön und dessen Text ausdrucksstark genug ist, um etwas Bleibendes zu schaffen. Privat sehne ich mich nach einer festen Beziehung.

STOL: Und welche Pläne hast du für den Sommer? Dürfen sich die Fans auf Live-Konzerte freuen?

M.A: Der ein oder andere Auftritt ist für den Sommer geplant. Ein Höhepunkt für mich wird sicher das Konzert in Ulten am 30. Juni sein, bei dem ich gemeinsam mit Max von Milland auf der Bühne stehen werde. 

Interview: Verena Stefenelli

stol