Donnerstag, 21. März 2019

Minderheiten: Vorhaben für Sprache und Kultur fördern

Mit den Vertretern der kleinsten Sprachminderheit in der Region Trentino-Südtirol, den Zimbern, einer deutschsprachigen Minderheit im Trentino, hat sich Regionalassessor Manfred Vallazza am Mittwochabend in Lusern zu einem Gespräch über Vorhaben zum Schutz, dem Erhalt und der Förderung der Sprache von Minderheiten getroffen.

Vorhaben zum Schutz, Erhalt und zur Förderung von Minderheiten waren Themen des Treffens von Reg.Ass Vallazza mit den Vertretern der Zimbern. - Foto: LPA/Angelika Schrott
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Vorhaben zum Schutz, Erhalt und zur Förderung von Minderheiten waren Themen des Treffens von Reg.Ass Vallazza mit den Vertretern der Zimbern. - Foto: LPA/Angelika Schrott

Die Zusammenkunft in Lusern bildet den Auftakt einer Reihe von Treffen mit den Vertretern aller anerkannten Minderheiten in der Region, bei denen sich der Assessor im Detail über deren Anliegen informiert und bei denen Synergien für Minderheitenanliegen gefunden werden sollen.

Trentiner Minderheiten weniger gefördert als in Südtirol

„Gerade für Sprachminderheiten ist es wichtig, längerfristige Möglichkeiten zur Weiterentwicklung zu finden und darin können sich die Minderheiten in den Berggebieten gegenseitig unterstützen - manchmal braucht es aber auch kurzfristige Maßnahmen, wenn die Minderheit tatsächlich bedroht ist", sagte Vallazza und berichtete von den Erfahrungen der ladinischen Sprachminderheit, der er selbst angehört.

In Südtirol seinen beispielsweise die verschiedenen Förderungen für die Bergorte auch den Ladinern für die Entwicklung der beiden Täler zugutekommen, so der Assessor. Leider würden im Trentino die Bergdörfer nicht im gleichen Ausmaß wie in Südtirol gefördert und daher seien sie auf zusätzliche Unterstützung angewiesen, so Vallazza.

Projekte für Sprache und Kultur müssen gefördert werden

„Besonders bedeutend für den Erhalt einer Minderheit sind Projekte für Sprache und Kultur, die von der Region auch bezuschusst werden", betonte Vallazza und verwies darauf, dass die Regionalregierung am 20. März auf seinen Vorschlag bereits eine finanzielle Zuweisung von 80.000 Euro für Tätigkeit der Kultureinrichtungen der Zimber beschlossen hat.

Vallazza hat sich bei einem Rundgang durch das Dorf und bei Besuchen im Dokumentationszentrum und dem Kulturinstitut über die Kultur und die aktuellen Anliegen der Zimber erkundigt.

Kurse für Kinder bis zu 6 Jahren

Das Kulturinstitut organisiere für die 9 Kinder bis zu 6 Jahren eigene Kurse zur Sprachvermittlung und Sommerangebote, so die Direktorin Trenti. Außerdem würden didaktische Materialien erstellt, Autoren und ihre Publikation unterstützt sowie Kurse abgehalten und neuerdings auch Online-Sprachlernangebote.

Auch die Zusammenarbeit mit anderen Minderheiten wird gepflegt. Wert wird auf Kommunikation gelegt, beispielsweise auch durch eigens erstellte Nachrichtenbeiträge, die an die Medien weitergegeben werden oder durch Projekte für neue Medien oder das Smartphone.

stol/lpa

stol