Dienstag, 31. Oktober 2017

Museen in Südtirol: Zahlen und Fakten

Südtirols 98 Museen wurden im vergangenen Jahr von mehr als 2 Millionen Personen besucht. Weitere interessante Zahlen und Fakten über Südtirols Museen erfahren Sie hier.

Südtirols 98 Museen wurden im vergangenen Jahr von mehr als 2 Millionen Personen besucht. im Bild: Museion Bozen
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Südtirols 98 Museen wurden im vergangenen Jahr von mehr als 2 Millionen Personen besucht. im Bild: Museion Bozen

Im Jahr 2016 beteiligten sich 98 Museen in Südtirol an der Erhebung des Landesinstituts für Statistik (ASTAT). Die Museen werden vorwiegend von privaten Einrichtungen oder Privatpersonen geführt (43 Prozent), gefolgt von den Gemeinden (27 Prozent), der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol (11 Prozent), kirchlichen Einrichtungen (6 Prozent), anderen öffentlichen Körperschaften (5 Prozent) sowie anderen Körperschaften(6 Prozent).

Welche Art von Museen gibt es in Südtirol?

Das Land und die Gemeinden sind Rechtsträger von rund einem Drittel aller in Südtirol angesiedelten Museen. Die Analyse nach Museumsart ergibt, dass die kulturgeschichtlichen Spezialmuseen (22) am weitesten verbreitet sind, gefolgt von den Kunst- und Kunstgewerbemuseen (18). Weit verbreitet sind auch die volkskundlichen und landwirtschaftlichen Museen (14) und die Burg- und Schlossmuseen (10).

Die Entstehungsgeschichte der Museen in Südtirol hat frühe Anfänge: Die Eröffnung des ältesten Museums im Lande, der Landesfürstlichen Burg in Meran, geht auf das Jahr 1880 zurück.

Mehr als 1,2 Millionen Besucher

Im Laufe des Jahres 2016 haben 2.104.922 Personen ein Museum besucht (bei knapp 28 Prozent davon handelte es sich um Besichtigungen mit freiem Eintritt).

Im Jahr 2016 konnten die Kunst- und Kunstgewerbemuseen die meisten Besucher anlocken (insgesamt 559.163). Dahinter folgen die Kulturgeschichtlichen Spezialmuseen mit 531.540 Besuchern (339.342 zahlende Besucher und 192.198 freie Eintritte).

Ausstellungsfläche und Museumsbestand

Die durchschnittliche Ausstellungsfläche der Museen in Südtirol beträgt 1.970 Quadratmeter. Davon befinden sich 56 Prozent im Freien. 77 Prozent des gesamten Museumsbestandes werden dauerhaft ausgestellt, die restlichen 23 Prozent sind Depotbestände, die im Hinblick auf künftige Ausstellungen oder wegen Restaurierungsarbeiten gelagert werden und demnach nicht zugänglich sind.

In den letzten fünf Jahren wurden 54 Prozent der Museumsbestände für wissenschaftliche Zwecke verwendet. Im Laufe des Jahres 2016 haben 369 Wissenschaftler zu Forschungszwecken darauf zurückgegriffen und insgesamt 262 Publikationen veröffentlicht.

Weiters haben 265 Lehrpersonen und 1.514 Schüler und Studenten den für wissenschaftliche Tätigkeiten verfügbaren Bestand genutzt.

2016 gab es insgesamt 300 Ausstellungen

Im Jahr 2016 haben Südtirols Museen insgesamt 300 Ausstellungen angeboten. Außerdem konnten sie eine reichhaltige Produktion aufweisen: 166 Verlagswerke wie Bücher, Kataloge und Ähnliches, 36 digitale Datenträger mit Informationscharakter (Videokassetten, CDs, DVDs), 1.201 Prospekte und Faltblätter sowie 779 Souvenirs, Ansichtskarten und anderes.

Die Museen in Südtirol bieten ihren Besuchern eine Reihe von Diensten, welche die Besichtigung bereichern und erleichtern. Diese reichen von der Einrichtung multimedialer Arbeitsplätze für die Besucher über Bars und interne Restaurants sowie reservierte Parkplätze und behindertengerechte Zugänge bis hin zu verschiedenen anderen Dienstleistungen.

Fast 90 Prozent der Museen bieten den Besuchern Führungen an, während 19 Prozent ausschließlich im Rahmen von Führungen besichtigt werden dürfen.

Finanzierung

Die Museen finanzieren sich zu 33,0% über öffentliche Beiträge, zu 27 Prozent über den Verkauf von Eintrittskarten, zu 12,4 Prozent über die Gewinne der Shops und Restaurantbetriebe, zu 8 Prozent über Mitgliedsbeiträge und Spenden, zu etwas mehr als 7 Prozent über Einnahmen aus Museumsführungen und zu knapp 3 Prozent über Sponsorengelder.

Die Auswertung der Kosten der Museen ergibt, dass die Verwaltungskosten und der Ankauf von neuen Ausstellungsstücken mehr als 50% der gesamten verfügbaren Mittel verschlingen. Es folgen die Restaurierungsspesen (knapp 10 Prozent), die Ausgaben für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit (8 Prozent), die Kosten für die Veranstaltung und Organisation von außerordentlichen Ausstellungen, die über die gewöhnliche Museumstätigkeit hinausgehen (5 Prozent), knapp 3 Prozent der Ausgaben fallen für didaktische Tätigkeiten an, knapp 2 Prozent für die Inventarisierung und Katalogisierung, 1,7 Prozent für die Forschung und 1,4 Prozent für die Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen.

Wer arbeitet im Museum?

Insgesamt beschäftigen die Museen in Südtirol 1.462 Personen; 53,4 Prozent davon sind Frauen. Über die Hälfte des Museumspersonals sind ehrenamtliche Mitarbeiter.

Öffnungszeiten der Museen

Im Schnitt sind die Museen etwa 34 Stunden, verteilt auf fünf Tage pro Woche, für die Öffentlichkeit zugänglich. Im Jahr 2016 waren das insgesamt durchschnittlich rund 198 Tage.

stol