Freitag, 10. Juli 2020

3 Schwestern, 3 Geigen und 12 Lieder

„A Hond voller Sonnenzeit“ nennt sich der soeben veröffentlichte Song der 3 Schwestern Franziska, Elisabeth und Anna Maria Hofer aus Pfelders – in Musikerkreisen bekannt als „HOFERS“. Dabei handelt es sich um eine Auskoppelung aus ihrem 1. Album, das sie zusammen in einem Innsbrucker Tonstudio aufgenommen haben. STOL hat bei den Schwestern mittels Videoschalte nachgefragt.

Im Bild v.l.n.r.: Elisabeth, Anna Maria und Franziska Hofer.
Badge Local
Im Bild v.l.n.r.: Elisabeth, Anna Maria und Franziska Hofer. - Foto: © privat
STOL: 3 Schwestern, 12 Songs und 1 Album – wie fällt nun euer musikalisches Fazit aus?

Anna Maria: Wenn ich frühere Songs mit den neuen vergleiche, so ist eine Weiterentwicklung augenscheinlich. Wir sind musikalisch gewachsen, haben unseren Stil gefunden.

STOL: Was kennzeichnet diesen euren Stil?


Franziska: Es ist eine Mischung aus verschiedensten Elementen: Folk, Irish, Country, angereichert mit dialektalen Einflüssen aus Südtirol.

STOL: Elisabeth und Franziska haben Geige und Gesang studiert und als Musiklehrerinnen unterrichtet, auch Anna Maria spielt seit vielen Jahren Geige. Inwieweit kommt im Album dieser beachtliche musikalische Background zum Tragen?


Franziska: Ich glaube, dieser Background kommt vor allem in den Geigenparts zum Vorschein, die so ohne geigentechnische Kenntnisse wahrscheinlich nicht spielbar wären.

STOL: Wo wurde das Video zum neuen Song „A Hond voller Sonnenschein“ gedreht?

Elisabeth: In besonders schönen Wäldern der Umgebung von Terlan und beim Gasthof St. Ulrich am Tschögglberg. Dort haben wir versucht, tolle Stimmungen einzufangen, also neben der Natur auch das Wechselspiel von Wolken und Sonnenschein. Genau darum geht es im Lied im übertragenen Sinn: Jede Beziehung kennt sonnige und stürmische Tage, wobei sich die Sonnenstrahlen nur oft hinter den Wolken verbergen. Dieses Lied stammt übrigens vom österreichischen Liedermacher Gilbert, das hat uns eben besonders inspiriert. Viele andere stammen aus unserer eigenen Feder.

STOL: Wer übernimmt da welchen Part, wer setzt sich in diesem Schaffensprozess zwischen Schwestern am ehesten durch?

Anna Maria: Unter Schwestern kann man sowas sehr offen und direkt angehen. Das bedeutet nicht, dass es an Respekt mangeln würde, im Gegenteil. Sonst würde es ja auch nicht funktionieren. Jede von uns hat Lieder zum Album beigesteuert, jede singt und spielt, die Refrains sind alle dreistimmig. Letzten Endes möchten wir uns einfach musikalisch einbringen und eine schöne Zeit miteinander verbringen.

STOL: Sind nun Auftritte geplant?


Elisabeth: Ja, sicherlich werden wir das Album präsentieren, wobei wir zunächst schauen müssen, was die Corona-Bestimmungen überhaupt zulassen.

az