Donnerstag, 20. Oktober 2016

42. Festival Zeitgenössischer Musik bietet zahlreiche Uraufführungen

Am Sonntag, den 23. Oktober, eröffnet im Museion das 42. Festival Zeitgenössischer Musik. 2016 verbindet das Festival mehrere Realitäten und Aspekte aktuellen Komponierens in Europa, Italien und Südtirol.

Das holländische Orchester „orkest de ereprijs“ unter Martijn Padding wird das Festival eröffnen. - Foto: Co Broerse
Das holländische Orchester „orkest de ereprijs“ unter Martijn Padding wird das Festival eröffnen. - Foto: Co Broerse

Dem Festival wird sich mit den Standards der Gegenwartsmusik beschäftigen und in diese Kontext einen Holland-Schwerpunkt setzen. Darüber hinaus geht es den Festivalmachern um die Bestandsaufnahme avantgardistischer und postmoderner Schreibweisen in der heimischen Szene. Partner in diesem Bemühen sind das Musikkonservatorium, das Museion, der Südtiroler Künstlerbund, das Stift Muri Gries, das Ensemble „Windkraft“ und der Südtiroler Künstlerbund, der mit Kompositionsaufträgen die Südtiroler Komponisten fördert.

„orkest de ereprijs“ spielt in Bozen

In den drei Tagen zur Niederländischen Avantg arde am Beginn des Festivals finden zwei Konzerte und ein Kompositions-Seminar im Konservatorium mit dem holländischen „orkest de ereprijs“ unter Martijn Padding statt, das am 23. Oktober im Bozner "Museion" (18. Uhr), Werke von Donatoni bis Louis Andriessen spielt.

Dicht auf das holländische Ensemble folgt am 26. Oktober die heimische „Kapelle für Neue Musik Windkraft“, die im Verein mit den „Virtuosi Italiani“ Tiroler Avantgarde von Michael. P. Huber und Helga Plankensteiner der Ur-Avantgarde von Schönberg, gegenüberstellt.

3 Südtiroler Uraufführungen

Über den Südtiroler Nachwuchs auf dem Gebiet der Komposition und der Orchesterleitung informiert ein eigenes Konzert im Konservatorium, in deren Rahmen es drei Uraufführungen von Hansjörg Mutschlechner, Andrea Tasser und Alois Papst gibt.

Aufführungen bis Mitte November

Am 8. November spielt im Knappensaal von Klausen das Duo Sabine Federspieler (Blockflöten) und Maja Mijatovic (Cembalo) ein Programm unter dem Titel „Musik von Frauen für Frauen“, neuste Musik von jungen Komponistinnen: von Dana Cristina Probst, Manuela Kerer, Gabriele Proy, Margareta Ferek-Petric und YingYang.

Am 9. November ist die Reihe an Hannes Kerschbaumer, der mit seinem Ensemble „Chromoson“ ein Raumstück von der Dauer von 55 Minuten mit dem Titel "abyss. deep space legends I" aufführt, eine Improvisation, die verschiedene klangliche Möglichkeiten anhand spezieller Mikrofonierung in Verbindung mit dem Raum untersucht.

Am 11. November führen in der Stiftskirche Muri Gries Windkraft und der Coro Filarmonico Trentino (Chorleiter Sandro Filippi) unter Kasper de Roo Stravinskys Mass auf, dazwischen zwei Uraufführungen von Luca Sticcotti und Alexander Kaiser auf, der eine postmodern, der andere neoradikal.

Zum Abschluss führt am 13. November im Museion das italienische Avantgarde-Ensemble NED mit Verstärkung durch „Windkraft“, unter der Leitung des Komponisten Andrea Manucci und mit der außerordentlichen Beteiligung der Sprechgesang-Artistin Alda Cajello, Schönbergs surrealistisches Geniestück „Pierrot Lunaire“ auf.

stol

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