Dienstag, 11. Mai 2021

500 Zuhörer bei Scala-Neustart mit Chailly-Konzert

Nach 200 Tagen Schließung aufgrund der Pandemie hat die Scala am Montagabend ihre Wiedereröffnung mit einem Konzert unter dem Dirigat ihres Musik-Direktors Riccardo Chailly gefeiert.

Direktor Dominique Meyer hat die Scala wiedereröffnet.
Direktor Dominique Meyer hat die Scala wiedereröffnet. - Foto: © APA/AFP / MIGUEL MEDINA
Lediglich 500 Zuhörer, darunter der Mailänder Bürgermeister Giuseppe Sala, konnten wegen der Corona-Restriktionen das Konzert besuchen. Auf dem Programm standen Werke von Wagner, Henry Purcell, Richard Strauss und Verdi.

„Ich freue mich über die Eröffnung der Scala und bin überzeugt, dass wir noch mehr Zuschauer empfangen könnten, weil wir wissen, wie wir die öffentliche Gesundheit bewahren müssen“, sagte Scala-Intendant Dominique Meyer. Vorerst wird das Publikum in den 150 Logen und in der Galerie untergebracht, denn auf dem Parkett wurde das Podest montiert, auf dem das Orchester spielt, um den Abstand zu wahren. „Ich hoffe, dass ich im Juni 'Le nozze di Figaro' mit dem Orchester im Orchestergraben aufführen kann“, fügte Meyer hinzu.

„Die Wiedereröffnung der Scala ist für uns alle ein schöner, wichtiger Moment, weil die Kultur endlich wieder neu startet“, so Attilio Fontana, Präsident der Region Lombardei. Er hoffe aber, dass die Scala bald mehr Zuschauer pro Aufführung empfangen dürfe. „Wir beraten darüber mit der Regierung“, so Fontana.

Wiener Philharmoniker unter Dirigat von Riccardo Muti am Dienstag

Am Dienstagabend treten an der Scala die Wiener Philharmoniker unter dem Dirigat von Riccardo Muti auf. Das Konzert an der Scala ist der Abschluss einer Tournee der Wiener Philharmoniker in Italien mit Auftritten in Ravenna und Florenz. Das Datum des 11. Mai hat für die Scala eine symbolische Bedeutung. Am 11. Mai 1946 startete das nach der Bombardierung Mailands 1943 neu errichtete Theater mit einem Konzert unter dem Dirigat von Arturo Toscanini.

Die Mailänder Scala hatte wegen der Corona-Pandemie über Monate hinweg geschlossen. Kultur-Fans konnten die Aufführungen meist nur via Internet verfolgen. Zuletzt geriet das Ballett der Scala Anfang März in die Schlagzeilen, weil 35 Mitglieder einer Tanzgruppe positiv auf das Coronavirus getestet worden waren.

apa