Freitag, 27. April 2018

Abba für zwei Songs wiedervereint

„Mamma Mia“: Rund 35 Jahre nach ihrer Trennung hat sich die schwedische Kultband Abba für zwei neue Songs wiedervereint. Benny Andersson, Björn Ulvaeus, Anni-Frid Lyngstad und Agnetha Fältskog gingen für die Aufnahmen der Songs gemeinsam ins Studio, wie sie am Freitag mitteilten.

Björn Ulvaeus 2013 bei der Eröffnung des Abba-Museums in Stockholm vor einem Riesenfoto, das ihn selber (v.l.) sowie Benny Andersson, Anni-Frid Lyngstad und Agnetha Fältskog zeigt.
Björn Ulvaeus 2013 bei der Eröffnung des Abba-Museums in Stockholm vor einem Riesenfoto, das ihn selber (v.l.) sowie Benny Andersson, Anni-Frid Lyngstad und Agnetha Fältskog zeigt. - Foto: © APA/AFP

„Es war, als hätte die Zeit stillgestanden und als wären wir nur kurz im Urlaub gewesen. Eine äußerst freudvolle Erfahrung.“ Erst vergangene Woche war bekanntgegeben worden, dass es eine internationale Abba-Erinnerungsshow im Fernsehen mit lebensechten Avataren – also computeranimierten Kunstfiguren – der Abba-Musiker geben soll.

Das Projekt habe eine „unerwartete“ Wendung genommen, erklärte die Pop-Band nun: „Wir hatten alle vier das Gefühl, dass es nach rund 35 Jahren Spaß machen könnte, uns wieder zusammenzuschließen und ins Aufnahmestudio zu gehen. Das haben wir getan.“ Einer der beiden neuen Songs, „I Still Have Faith in You“, wird auch in der Avatar-Show gespielt.

Sie seien zwar älter geworden, erklärten die Musiker, die heute zwischen 68 und 73 Jahre alt sind. „Aber der Song ist neu. Und es fühlt sich gut an.“ Mit mehr als 400 Millionen verkauften Alben ist Abba eine der erfolgreichsten Bands der Musikgeschichte. Die schwedische Gruppe hatte in den 1970er Jahren mit Hits wie „Waterloo“, „Dancing Queen“, „Money, Money, Money“ und „The Winner Takes It All“ Weltruhm erlangt. Mit ihren Ohrwürmern, Tanz-Choreografien und Glitzerkostümen dominierten die Musiker ein Jahrzehnt lang die Disco-Szene.

1982 trennte sich die Band, 1986 standen die vier Musiker dann ein letzte Mal gemeinsam auf der Bühne. In einem Interview schloss Björn Ulvaeus 2008 eine Wiedervereinigung noch aus: „Es gibt einfach keine Motivation, wieder zusammenzukommen. Geld ist kein Faktor, und wir wollen, dass die Menschen sich so an uns erinnern, wie wir waren.“

apa/afp

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stol