„Wenn wir auch Applaus von außen hören würden, sofern unsere Musik einen Applaus verdient, wäre das eine ganz besondere Atmosphäre, eine, die einem die Tränen in die Augen treiben kann", meinte der Bandleader Andrea Maffei bei der Pressekonferenz im Rathaus, wo die Initiative vorgestellt wurde.Andrea Maffei habe keine Sekunde lang gezögert, als es darum ging, dem Vorschlag zuzustimmen, so Kulturstadträtin Patrizia Trincanato, er habe sogar gemeint, auf so eine Gelegenheit habe er schon lange gewartet. Mit dem Konzert wolle man etwas "evasione" in die Haftanstalt bringen, die zur Stadt gehöre, aus dem Alltagstrott ausbrechen, betonte die Stadträtin.Bürgermeister Luigi Spagnolli bedankte sich bei Andrea Maffei und seiner Band für die Bereitschaft, "unseren" Häftlingen, wie er betonte, über die Musik etwas Freude zu bereiten. Die Haftanstalt sei Teil der Stadt und gehöre dazu.Anna Rita Nuzzaci, die Leiterin der Haftanstalt, betonte, dass man zwar in einem schrecklich veralteten Gebäude lebe, die Nähe zur Stadt aber sehr zu schätzen wisse. Sie bedankte sich bei der Stadt Bozen dafür, dass sie das Gefängnis immer unterstütze, sei es nun mit kulturellen Initiativen wie dem Konzert als auch durch die kostenlosen Zeitungsabonnements, die sehr geschätzt werden. Mit dem Konzert bringe die Andrea Maffei Spritz Band eine Stunde „Normalität" hinter die Gefängnismauern, so Trincanato. Das Projekt „Il Suonatore Jones" habe auch inhaltlich einen starken Bezug zu dieser Realität. Marco Gallini von der Band unterstrich, dass die Sprache der Musik alle anspreche, egal welchem Kulturkreis sie angehören, und Andrea Maffei wünschte, das Konzert möge nur den Anfang für eine Initiative bilden, die auch von anderen Musikern weitergeführt werde. Die Andrea Maffei Spritz Band tritt kostenlos auf.