Dienstag, 23. Oktober 2018

Andrea Bocelli singt auf „Sì“ mit Ed Sheeran und Dua Lipa

Es ist 22 Jahre her, da beendete Profi-Boxer Henry Maske (vorerst) seine Karriere. Am Tag des Abschiedskampfes begann für einen anderen Mann der Aufstieg: Andrea Bocelli wurde mit der Maske-Hymne „Time To Say Goodbye“ 1996 zum Weltstar. An diesem Freitag erscheint nun das mittlerweile 16. Album des italienischen Startenors: „Sì“.

Bocelli will in den neuen Songs die positiven Seiten des Lebens – die Kraft der Liebe, Familie und Musik – hervorheben. - Foto: Facebook/Andrea Bocelli
Bocelli will in den neuen Songs die positiven Seiten des Lebens – die Kraft der Liebe, Familie und Musik – hervorheben. - Foto: Facebook/Andrea Bocelli

Der frühere Rechtsanwalt, der 1992 von Zucchero entdeckt wurde, will wieder zu den Anfängen seiner Musiklaufbahn zurückkehren, als er in den Bars seiner toskanischen Heimat am Klavier spielte. „Seitdem habe ich viele Alben gemacht, viele Coverversionen gesungen. Doch dann kam ein Moment, als ich mir sagte: „Vielleicht ist es an der Zeit. Vielleicht ist die Zeit reif für neue Songs““, sagte Bocelli in einer Mitteilung seiner Plattenfirma.

Die 12 neuen Songs sind kraftvoll, melancholisch und wandeln erneut zwischen Klassik und Pop. Bocelli will dabei die positiven Seiten des Lebens – die Kraft der Liebe, Familie und Musik – hervorheben. Darum auch der schlichte Albumtitel „Sì“.

„Immer schwerer, ein „Ja“ zu bekommen“

„Wir brauchen mehr Ja-Rufe in der Welt. Ein „Ja“ wollen wir hören, wenn wir um Vergebung bitten oder einen Deal aushandeln. Dieses Wort wollen wir immer hören. Aber es wird immer schwerer, ein „Ja“ zu bekommen“, erklärte Bocelli der Deutschen Presse-Agentur.

Zu den rührendsten Stücken gehört die Ballade „Fall On Me“, die der Opernsänger mit seinem 21-jährigen Sohn Matteo aufnahm. Darin singen die beiden auf Italienisch und Englisch über ihre enge Beziehung und öffnen im Musikvideo ihr privates Fotoalbum. „Der Song ist modern, also atmosphärisch näher an seiner Welt. Aber gleichzeitig liebe auch ich ihn sehr.“

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An die jüngere Generation sind auch die Ballade „If Only“ mit der britischen Sängerin Dua Lipa (23) und „Amo Soltanto Te“ gerichtet, für das der Italiener mit Pop-Überflieger Ed Sheeran (27) ins Studio ging.

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Mit dem Briten hatte Bocelli vor wenigen Monaten schon dessen Hitsingle „Perfect“ neu aufgenommen.

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Die Gesangstechnik und Stimme des Startenors werden die Musikwelt auch nach „Sì“ spalten. Der deutsche Opernsänger Thomas Quasthoff nannte Bocellis Musik 2004 „erbärmlich“, Popdiva Céline Dion sagte dagegen: „Wenn Gott eine Stimme hätte, würde sie klingen wie Andrea Bocelli.“

dpa

stol