Bellocchio bringt am 21. April Umberto Giordanos Werk „Andrea Chenier“ an die römische Oper. Dabei handelt es sich um Bellocchios Debüt als Opernregisseur. „Ich werde mich gegenüber der Oper sehr respektvoll verhalten.Der wahre Opernregisseur ist meiner Ansicht nach der Dirigent, der in diesem Fall Roberto Abbado ist. Ich begreife nicht, wer mit der Regie provozieren will“, so Bellocchio im Interview mit der römischen Tageszeitung „La Repubblica“ am Freitag. Zum Cast gehören Gregory Kunde, Roberto Frontali und Maria José Siri.Nach dem Debüt als Opernregisseur will sich der aus dem norditalienischen Piacenza stammende Regisseur weiteren Projekten widmen. So plant er einen Film über den abtrünnigen Mafia-Paten Tommaso Buscetta.„In diesem Film steht das Thema des Verrats im Vordergrund. Es geht um den unheldenhaften Weg eines großen Mafiosos, der die Cosa Nostra verrät, um auf komplexe und untransparente Weise auf die Seite der Legalität zu gelangen. Wir arbeiten zurzeit am Drehbuch.Mit dem Film sind viele Herausforderungen verbunden, auch auf sprachlicher Ebene, denn die Schauspieler werden sizilianischen Dialekt sprechen“, berichtete Bellocchio. „Il tradimento“ (Der Verrat) lautet der Titel der Film, mit dem der Regisseur in die Welt der sizilianischen Costa Nostra eintaucht.Bellocchio zählt zu Italiens bekanntesten Regisseuren. Zu seinen erfolgreichsten Filmen zählen „Teufel im Leib“, „Der Tag, an dem die Nacht kam“ und „Vincere“. Im September 2011 erhielt er den Goldenen Löwen des Filmfestivals von Venedig für sein Lebenswerk.apa