Einen Vorgeschmack auf das Können der jungen Musiker gibt es bereits am heutigen 10. August beim „Classic Nocturne“, dem Nachtkonzert um 22.30 Uhr im Bozner Hotel Laurin. Auf dem Programm stehen Werke von Banchieri, Janácek, Nielsen, Reich und Tchaikovsky.Den eigentlichen Höhepunkt stellt allerdings das Konzert am 11. August dar: Auf dem Programm stehen das Violinkonzert von Tschaikowsky und die kolossale Sinfonie Nr. 7 "Leningrad" von Šostakoviè. Geleitet wird das Orchester in diesem Jahr erstmals vom US-Amerikaner Andrew Litton. An der Geige spielt der gefragte französische Geigenvirtuose Renaud Capu?on. Während Litton zum ersten Mal in Bozen ist, gibt es für Capuòon ein Wiedersehen mit der Stadt: Er war ab 1997 drei Jahre lang Konzertmeister des Gustav Mahler Jugendorchesters. Vor dem Konzert am 11. August gibt es um 19 Uhr eine Einführung mit Giacomo Fornari und Fabio Neri. Unter den 140 Musikern auch ein SüdtirolerDas EUYO gilt als eines der renommiertesten Orchester Europas. Jedes Jahr werden 140 junge Talente aus etwa 4000 Kandidaten in der EU im Alter zwischen 14 bis 24 ausgewählt. In diesem Jahr sind Musiker aus allen 27 europäischen Staaten mit dabei.Aus Italien stammen fünf der Jungmusiker. Unter ihnen der 22-jährige Antonio Ostuni, der Harfe am Bozner Konservatorium studiert, und der ebenfalls 22-jährige Trompeter Berthold Stecher aus Mals (im Bild). Er wird ab Herbst seine Ausbildung am Mozarteum in Salzburg fortsetzen.Bertold Stecher hat Südtirol Online von dem Erlebnis EUYO erzählt.Südtirol Online: Wie sind Sie zum EUYO gekommen?Berthold Stecher: Am Vorarlberger Landeskonservatorium, an dem ich bisher studiert habe, ist mir eine Broschüre des EUYO aufgefallen. Ich habe mich beworben und wurde nach einem großen Auswahlverfahren dann auch genommen.STOL: Wie lange Sind Sie schon beim Orchester?Stecher: Diese ist heuer die dritte Tour. Jedes Jahr gibt es allerdings ein neues Auswahlverfahren, bei dem man sich bewähren muss. STOL: Was unterscheidet das EUYO von anderen Orchestern?Stecher: Die Energie, die da ist, wenn junge, nahezu gleichaltrige Leute, die allesamt Spaß an der Musik haben, miteinander spielen.STOL: Herrscht denn kein Konkurrenzdenken?Stecher: Nein, überhaupt nicht. Wir geben jedes Mal unser Bestes, wir geben immer Vollgas. Manchmal müssen wir uns deshalb auch zügeln, damit wir unsere Energie nicht schon beim ersten Stück verpulvern.STOL: Ist das EUYO ein Sprungbrett für eine spätere Musikkarriere?Stecher: Es ist sicherlich ein Sprungbrett. Bei einer Bewerbung macht es sich als Referenz im Lebenslauf auf jeden Fall gut.STOL: Ihr Ziel für die Zukunft?Stecher: Mein Ziel ist es, Profimusiker zu werden. Barbara RaichTickets für das Konzert am 11. August gibt es im Stadttheater Bozen unter der Telefonnummer 0471/053800.