Montag, 03. Februar 2020

Brixner Band „Anger“ für Amadeus-Award nominiert

Am Montag wurden die diesjährigen Nominierungen für den größten Musikpreis Österreichs, die „Amadeus Austrian Music Awards“, veröffentlicht. Mit dabei: Die Brixner Musiker Nora Pider und Julian Angerer mit ihrer Band „Anger“.

Julian Angerer und Nora Pider sind „Anger“.
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Julian Angerer und Nora Pider sind „Anger“. - Foto: © Stefan Plank

Helle Freude am Montagmorgen in Wien, wo Nora Pider und Julian Angerer seit ihrer Studienzeit wohnen: Sie haben es mit ihrer Band „Anger“ in die Liste der Nominierten für den FM4 Award des Amadeus 2020 geschafft.

Der größte Musikpreis Österreichs wird einmal im Jahr in mehreren Kategorien an nationale Bands und Künstler vergeben.

„Wir haben uns riesig gefreut. Man hofft zwar immer, dass man es schafft, aber es gibt ja so viele tolle Bands in Österreich“, freut sich Nora im STOL-Interview.

Julian ergänzt: „Dieser Award war für mich immer ein Traum und ein Ziel. Jetzt als erstes reines Südtiroler Gespann in dieser Kategorie nominiert zu werden, ist ein tolles Gefühl.“

Bei der Nominierung allein soll es natürlich nicht bleiben: Die jungen Musiker wollen den Award auch gewinnen.

„Und dafür hoffen wir auf die Unterstützung unserer Südtiroler Landsmänner und unserer Fans: Stimmt für uns ab und helft uns, diesen Traum zu verwirklichen.“

Bis zum 11. Februar kann abgestimmt werden.

Wow! Wir sind für den Fm4 Award beim Amadeus nominiert. Bis 11. Februar, 12 Uhr kannst du hier für uns abstimmen. https://fm4.orf.at/stories/2997879/

Posted by ANGER on Monday, February 3, 2020


Trotz namhafter Mitnominierter wie Wanda oder Bilderbuch sind Nora und Julian optimistisch: „Gerade in der FM4-Kategorie haben Newcomer große Chancen. Da sowohl Wanda als auch Bilderbuch den Award bereits gewonnen haben, sind wir guter Dinge.“

Neues Album: In Südtirol geschrieben, in Wien aufgenommen

Seit 2017 machen die beiden Musik, zunächst in der Sparte „Dream-Pop“, mittlerweile sind sie zum Pop herangewachsen: „Als wir mit unserem Projekt gestartet sind, war uns nicht klar, was wir eigentlich damit erreichen wollten. Mittlerweile wissen wir aber ganz genau, welche Art von Musik wir machen wollen – und das hört man.“

Das im September erschienene Album „Heart/Break“ entstand in totaler Abgeschiedenheit in einem Ferienhaus oberhalb von Meransen: „10 Tage lang haben wir uns nur auf das Album konzentriert. Diese Art, zu arbeiten, war ein neues Experiment für uns, aber es hat super funktioniert“, erzählt Nora.

Aufgenommen wurden die Songs dann in einem Wiener Studio, es folgten 3 Single-Auskoppelungen: „Miami“, „All Over “ und der bislang größte Erfolg „Baby“.



Wenn sie nicht im Studio oder in Südtirol sind, tourt „Anger“ durch Europa, zuletzt in den Niederlanden und in Spanien, demnächst führt die Reise nach England und Slowenien.

„Bis Ende Mai sind mehr als 20 Konzerte geplant, und es kommen laufend neue dazu“, freuen sich die beiden Musiker.

Ihre Songs schreiben sie vorwiegend auf Englisch, oft vermischen sie aber auch die Sprachen, wie etwa mit Deutsch in „Baby“ und Italienisch in „Miami“.

„Wir lassen uns als Europäer sprachlich nicht einschränken. Vor allem unsere Zweisprachigkeit als Südtiroler nehmen wir gern in unsere Kunst mit“, so „Anger“.

Kurz nach ihrer Gründung 2017 wurde die Band bei „Backstage“ vorgestellt.

liz