Dienstag, 22. August 2017

Busoni: Auftakt in Richtung Finalissima - LIVESTREAM

Nach zwei Wettbewerbsbiennien ohne 1. Preisträger schloss das Finale der großen 60. Jubiläumsausgabe im Jahr 2015 mit der Vergabe des Busoni-Preises an die junge Südkoreanerin Chloe Mun, deren Karriere seither einen vielversprechenden Verlauf eingeschlagen hat. Nun ist die Spannung groß, wie sich die im Vorjahr ermittelten Kandidaten im Finale des 61. Busoni Wettbewerbs präsentieren werden und ob in der Finalissima am 1. September ein neuer Busoni Preisträger gekürt werden darf.

Foto: © shutterstock

Vom 22. bis 25. August findet das sogenannte Solo-Halbfinale statt, zu dem nach aktuellem Stand 25 Kandidaten erwartet werden.

Am späten Nachmittag des 25. fällt die Jury ihr erstes Urteil und es werden die Namen jener 12 Kandidaten verkündet, die in der Solo Finalrunde am 26. und 27. August spielen, am Ende werden 6 Kandidaten für das Kammermusikfinale am Abend des 29. und 30. August zugelassen. Diese Gruppe wird noch ein weiteres Mal halbiert. Am Freitag den 1. September schließlich spielen drei Kandidaten ein Klavierkonzert mit dem Haydn Orchester im Stadttheater. Nach einer kurzen Beratungszeit der Jury findet dann direkt im Stadttheater die Preisverleihung statt.

Das genaue Programm der Solo-Halbfinale finden Sie hier. Die Finale können im Livestream verfolgt werden:

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Die Finalisten (Stand: 15. August)

Die Finalisten spiegeln ein weites Feld der jungen Klavierkunst der Gegenwart und eine große internationale Vielfalt. Am zahlreichsten vertreten sind die Italiener mit fünf Kandidaten. Im Gegensatz zu den Finalrunden der Vorjahre sind eher wenige Vertreter der russischen Klavierschule zugegen, unter den Asiaten wiederum ist in diesem Jahr der Anteil der Japaner wahrnehmbar höher als in vergangenen Jahren und entspricht mit je vier Finalisten dem der Südkoreaner.

Aus Deutschland, China und Frankreich kommen je zwei Kandidaten, doch auch Kroatien, Polen, Großbritannien Russland, der Ukraine und Syrien sind mit einem Kandidaten vertreten. Die ältesten Kandidaten sind jene des Jahrgangs 1988, die jüngsten 1999 geboren.

Stefano Andreatta, Leonora Armellini, Maddalena Giacopuzzi, Giorgio Trione Bartoli, Daniele Paolillo (Italien)
HanGon Rhyu, Jaeyeon Won, EunSeong Kim, Hyoung Lok Choi (Südkorea)
Yuka Morishige, Madoka Fukami, Arisa Onoda, Yui Fushiki (Japan)
Mathis Bereuter, Julius Asal (Deutschland)
Florian Caroubi, Franck Laurent-Grandpré (Frankreich)
Larry Weng, Xingyu Lu (China)
Anna Geniushene (Russland)
Ivan Krpan (Kroatien)
Lukasz Krupinski (Polen)
Dmytro Choni (Ukraine)
Riyad Nicolas (Syrien)
Julian Trevelyan (Großbritannien) 

Die Jury

Ein ebenso vielfältiges, künstlerisch herausragendes wie unbestechliches Abbild der Klavierwelt der Gegenwart bietet auch die Jury bei diese 61. Finalausgabe. Sie setzt sich aus den Pianisten Mari Kodama (Japan, Jurypräsidentin), Kevin Kenner (USA), Bruce Brubaker (USA), Walter Ponce (Bolivien/USA), Sa Chen (China), Jorge Luis Prats (Kuba/Spanien) Pietro De Maria (Italien), dem mehrfach ausgezeichneten Tonträgerproduzenten bei der Deutschen Gramophon, Christopher Alder (UK) und dem Intendanten des Wiener Konzerthauses, Matthias Naske (Österreich) zusammen. 

Zeitgenössisches Repertoire

Das zeitgenössische Repertoire der Solofinalrunden entspringt in diesem Jahr  der Zusammenarbeit mit einem neuen Partner des Busoni Wettbewerbs, dem Orléans Concours International in Frankreich und besteht ausschließlich aus Werken, die von diesem wichtigen Wettbewerb in Auftrag gegeben wurden. 

stol

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