Donnerstag, 03. September 2015

Busoni: Erster Preis an Ji-Yeong Mun vergeben

Der Gewinner des 60. Internationalen Klavierwettbewerbes “Ferruccio Busoni” steht fest: Der erste Preis geht an Ji-Yeong Mun, der zweite Preis wurde Alberto Ferro und der dritte Preis Roman Lopatynskyi zugesprochen. Der Preis der Internationalen Musikkritik wurde wiederum Alberto Ferro zugesprochen.

Ji-Yeong Mun ist 29. Busoni-Preisträgerin.
Ji-Yeong Mun ist 29. Busoni-Preisträgerin. - Foto: © STOL

m Stadttheater Bozen ging am Freitagabend die Finalrunde des 60. Internationalen Klavierwettbewerb Ferruccio Busoni zu Ende.

Die drei Finalisten, die von der Jury unter 26 Mitbewerbern ausgewählt wurden spielten das Klavierkonzert Klavierkonzert Nr. 2 in A-Dur, S. 125 von Franz LISZT (Roman Lopatynskyi), das Klavierkonzert Nr. 2 in f-Moll op. 21 von Fryderyk CHOPIN (Ji-Yeong Mun) sowie das Klavierkonzert Nr. 2 in G-Dur Sz 95 von Bela Bartok (Alberto Ferro).

 

Ji-Yeong Mun ist 29. Busoni-Preisträgerin. - Foto: STOL

Die Jury bestand aus Jörg Demus (Vorsitz), Jerome Rose, Arnaldo Cohen, Robert Benz, Boris Bloch, Catherine Vickers, Lilya Zilberstein, Alexander Shtarkman, Roberto Cominati, Alexander Kobrin und Zhu Xiao-Mei.

Der Wettbewerb Ferruccio Busoni hat in seiner 66-jährigen Geschichte Preisträger wie Martha Argerich, Garrick Ohlsson, Richard Goode und Lilya Zilberstein, sowie in der jüngeren Vergangenheit Alexander Romanowski, Joseph Andaloro und Mikhail Lifits hervorgebracht. 

 

 

Am Ende des Konzertabends zog sich die Jury unter Präsidentschaft von Jörg Demus zurück um schließlich gegen 23.35 Uhr die Gewinner bekannt zu geben:

1. Preis: Ji-Yeong Mun 1995 (Südkorea)

Ji-Yeong Mun begann das Klavierspiel im Alter von fünf Jahren. Sie studierte am Nationalinstitut von Korea für junge Talente und ist aktuell Studentin von Daejin Kim an der Nationaluniversität in Seoul. Zu ihren bisherigen Auszeichnungen zählen der Korean Young Talent Award und Stipendien der Daishin- und der Daewon-Stiftung für Kultur. Sie war Preisträgerin beim Jugendwettbewerb in Ettlingen und gewann 1. Preise beim Internationalen Wettbewerb von Takamatsu, beim polnischen Rubinstein Gedächtniswettbewerb, beim Dong-A Music Competition in ihrem Heimatland und erst Ende 2014 beim Concours de Genève.

2. Preis: Alberto Ferro 1996 (Italien)

Alberto Ferro studiert zur Zeit bei Epifanio Comis an der Accademia Pianistica Siciliana di Catania. Er hat zahlreiche Preise bei internationalen Wettbewerben gewonnen, unter anderem beim Verona International Piano Competition (2014) und dem Aarhus International Piano Competition (2015). Im Rahmen einer Masterclass mit Vladimir Ashkenazy zeigte dieser sich beeindruck von Ferros Interpretation der Werke von Rachmaninov. Im In- und Ausland ist er bereits mit Soloprogrammen und Orchesterbegleitung in Italien, Österreich, Kroatien, Dänemark, Rumänien, Russland und der Ukraine zu hören gewesen. Er trat mit wichtigen Orchestern wie das “O. Danovski” Symphonieorchester von Constanta, dem “Prokofiev” Philharmonie Orchester von Donetsk, dem Astana State Symphony Orchestra und dem Aarhus Symfoniorkester auf.

3. Preis: Roman Lopatynskyi, 1993 (Ukraine)

Roman Lopatynskyi wurde 1993 in Kiew in der Ukraine geboren. Er studierte an der Kyiv Lysenko Secondary Specialized Music Boarding School bei Iryna Barinova und Sergey Riabov. Er ist weiterhin Student von Riabov an der Kiewer Tchaikovsky National Music Academy und studiert außerdem an der Klavierakademie von Imola bei Boris Petrushansky. Als Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe war er bereits im Rahmen vieler Recitalabende zu hören.

stol

stol