Johann Sebastian Bach steht im Mittelpunkt des Konzertes von Salerno: Die Werke sind eine angenehme Synthese zwischen deutschem Stil und den Werken italienischer Komponisten und beschreiben die Entwicklung der unterschiedlichen Tendenzen des 17. und 18. Jahrhunderts. Maurizio Salerno, Mailänder Organist mit einer intensiven Konzerttätigkeit in Italien und Europa und Tourneen in den USA, in Südamerika, Russland und Australien, wird ein Programm präsentieren, das sich um die beiden wichtigsten Feste im liturgischen Kalender dreht, dem Advent und die Fastenzeit. Das Konzertprogramm mit dem Titel „Johann Sebastian Bach: i suoi corali tra Avvento e Quaresima“ beginnt mit „Preludium et Fuga“ in C-Dur BWV 547, das wahrscheinlich um 1744 entstanden ist. Wenn das Präludium sich in unermüdlichen Prozessionsbewegungen entwickelt, ist die Fuge eine feine kontrapunktische Stickerei, thematisch kaum auffallend. Eine Rarität ist die Komposition „La Pastorella“, die den ersten Teil des Konzertes abschließt: in vier Tempi unterteilt, ist es das einzige Werk von Bach für Orgel in dieser Form. Von der Struktur her erinnert es mehr an eine Suite, denn an eine Pastorale im eigentlichen Sinn. Dem Repertoire für die Fastenzeit gehören di „Toccata“ in D-Moll und das „Preludium et Fuga“ in C-Moll BMV 546 an. Vor allem im letzten Werk dominiert der dramatische Ton, am Beginn zwei gewaltige Akkorde, in die Bach auf raffinierte Weise den „Ritornello“ nach Vivaldi eingebaut hat; auf das Präludium folgt eine „pathetische Fuge“, die auf verkürzten Intervallen basiert, die den schmerzhaften Sinn des Werkes noch unterstreichen. Das Konzert findet in der Kirche am Bozner Boden statt. Der Eintritt ist frei.