Verantwortlich für Regie und Bühnenbild der Neuinszenierung zeichnet der mehrfach ausgezeichnete, holländische Regisseur Michiel Dijkema. Erüberrascht mit feurigen Spezialeffekten und sorgt für großformatige Bilder mit Gruselfaktor. Seine stilbewusste Inszenierung verbindet opulente Kostüme mit einem modernen Bühnenbild. Die musikalische Umsetzung liegt in den Händen von Anthony Bramall, demVize-Generalmusikdirektor der Oper Leipzig. Es spielt das Haydn Orchester von Bozen und Trient.Die Oper, realisiert und geplant von der Stiftung Stadttheater und Konzerthaus, entstand in einer Koproduktion zwischen der Stiftung Haydn Orchester und der Oper Leipzig.Besetzung Mario Zeffiri (Faust), Mark Schnaible (Méphistophélès), Marika Schönberg (Margarethe, 21.01.) und ARD-Preisträgerin Olena Tokar (Margarethe, 22.01.), Jonathan Michie (Valentine), Kathrin Göring (Siébel), Matteo Ferrara (Wagner), Karin Lovelius (Marthe)Kostüme Claudia Damm, Licht Michael Röger, Dramaturgie Christian Geltinger, Chorleiter Alessandro Zuppardo.Der Aufführung wird am Montag, 19. Januar (18 Uhr) eine Operneinführung vorausgehen. Christian Geltinger, Chefdramaturg der Oper Leipzig, erzählt vom Ursprung des Faust-Mythos, dem Interesse der Opernbühne am Stoff und den dramaturgischen Besonderheiten dieser Neuinszenierung. Die Veranstaltung findet im Foyer des Stadttheaters Bozen statt.Im Mittelpunkt der französischen Oper steht die romantisch-schwärmerische Liebesgeschichte zwischen Faust und Margarethe und natürlich die Figur Mephisto, Taschenspieler und Verführer der Massen, gewitzter Sympathieträger und rücksichtsloser Spielführer von Krieg, Tod und Verderben gleichermaßen. Diesem verschreibt sich Faust zum Preis einer Verjüngungskur, um noch einmal das Glück der Liebe zu erleben.Es ist eine bekannte Geschichte, jenes Spiel mit dem Feuer, auf das sich der Schwarzkünstler Doktor Johann Faust der Sage nach eingelassen haben soll, jener Pakt mit dem Teufel, der die Faust-Figur am Übergang vom dunklen Mittelalter zur emanzipatorischen Reformzeit zumMythos der Neuzeit schlechthin gemacht hat, bis er schließlich durch Goethe seine prominenteste literarische Ausprägung gefunden hat. Gounods Vertonung des „Faust“ erfreute sich seit jeher international enormer Popularität und ist eine der am meisten aufgeführten Opern der Welt, allein in der Pariser Opéra wurde sie mehr als 3000 Mal gespielt. Mit großen Chortableaus ebenso wie mit der berühmten Juwelenarie der Margarethe, Mephistos „Lied vom goldenen Kalb“ oder der exponierten Tenorarie des „Faust“ setzt Gounod auf den großen Effekt und spielt mit der Verführbarkeit des Publikums.Michiel DijkemaDer niederländische Regisseur und Bühnenbildner Michiel Dijkema studierte zunächst Klavier in Amsterdam und Utrecht, anschließend Musiktheaterregie in Berlin. Er widmete sich der Liedbegleitung und besuchte Liedklassen von Thom Bollen und Wolfram Rieger. Noch während seines Studiums inszenierte Dijkema Produktionen in Amsterdam, Utrecht und Berlin. Seit 2005 ist Dijkema auf den Opernbühnen Europas als Regisseur präsent. Seine fantasie- und trickreichen Inszenierungen wurden bereits mehrfach ausgezeichnet. 2005 gewann er den Europäischen Opernregiepreis und den Peter-Konwitschny Nachwuchsregiepreis für seine Carmen-Inszenierung. 2007 erhielt er den Eesti Teatrikunsti Award für „La Cenerentola“ von Rossini und 2011 den Wizard-Award für das Bühnenbild zum „Il Barbiere di Siviglia“.Anthony BramallAnthony Bramall, geboren in London, studierte Gesang an der Guildhall School of Music and Drama. Es folgte ein Studium im Dirigieren bei Vilem Tausky. Bramall leitete zahlreiche Orchester in den wichtigsten Musikzentren Europas und arbeitete u.a. mit dem Radiosinfonieorchester des NDR, der Semperoper Dresden und der Bayerischen Staatsoper München zusammen. In der Spielzeit 2011/12 wurde er zum ständigen Dirigenten an die Oper Leipzig berufen, bis zu seiner Ernennung zu deren Vize-Generalmusikdirektor im Jahr 2013. Als Konzert- und Operndirigent gastiert er erfolgreich in den USA, Japan, Holland, Schweden, Mexiko, Polen, Rumänien, Slowakei und Österreich.Termin: Mittwoch, 21. Januar und Donnerstag, 22. JanuarNeuinszenierungRegie Michiel DijkemaHaydn Orchester von Bozen und Trientunter der Leitung von Anthony Bramall