Samstag, 08. Mai 2021

Ein musikalischer Europatag

Anlässlich des Europatages am heutigen Samstag hat das Haydn Orchester im Konzerthaus in Bozen unter der Leitung von Maestro Pierobon Variationen von Beethovens Europahymne aufgeführt. Eine Veranstaltung, die auf Initiative des Südtiroler Landtags in Zusammenarbeit mit der Stiftung Haydn, dem Teatro Stabile Bolzano und den Vereinigten Bühnen Bozen entstanden ist.

Konzert zum Europatag.
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Konzert zum Europatag. - Foto: © Stiftung Haydn
Europa als Republik des Geistes, die es uns ermöglicht, „zu entscheiden, ob wir uns selbst und alle, die mit uns leben, auf der Basis von Diversität statt von Differenz und Rassismus begreifen möchten“: Das ist das Europa, von dem die donchischotteske Erzählerstimme von Beethoven im Gespräch mit Giulietta Guicciardi aus Beethoven und Julia träumt.

Eine Neuinterpretation von Beethovens 9. Sinfonie, bekannt als Europahymne, wurde heute Vormittag in Pop-, Tanz-, Militärmarsch-, Rock- und Swing-Versionen sowie in der Originalversion im Konzerthaus in Bozen vom Haydn Orchester von Trient und Bozen unter der Leitung von Marco Pierobon und mit den Sprecherstimmen von Alessandra Limetti und Peter Schorn nach einem Text von Roberto Cavosi aufgeführt.

Die Veranstaltung wurde vom Südtiroler Landtag in Zusammenarbeit mit der Stiftung Haydn, dem Teatro Stabile Bolzano und den Vereinigten Bühnen Bozen organisiert.

Landtag begeht jedes Jahr Europatag

Die Initiative geht auf einen Antrag des Südtiroler Landtags zurück, den Europatag jedes Jahr zu feiern, um das Bewusstsein für die Bedeutung dieses Jahrestages zu schärfen. „Der Südtiroler Landtag begeht jedes Jahr den Europatag“, so die Begrüßung des Präsidenten Josef Noggler, der zusammen mit dem Landtagspräsidium (Vizepräs. Rita Mattei und Manfred Vallazza und Präsidialsekretäre Helmuth Renzler, Maria Elisabeth Rieder und Franz Locher), Landeshauptmannstellvertreter Giuliano Vettorato, ehmaliger Landtagspräsidentin Rosa Franzelin und einigen Abgeordneten anwesend war, „damit wir uns erinnern, was wir an Europa haben. Als Land der Minderheiten schätzen wir die offenen Grenzen, als Land mit weitgehender Selbstverwaltung wissen wir, dass wir vieles nicht alleine lösen können. Dieses Konzert wäre eigentlich schon für Mai 2020 geplant gewesen, aber die Pandemie hat es verhindert.“

Heute sei es wieder möglich gewesen, die Schönheit der Live-Musik zu genießen und die Begeisterung von Beethoven und Julia zu spüren, die sich „frei fühlen wie die Kunst, die alle vereint, wie die Musik, die alle Grenzen überwindet“, wie Beethoven selbst in einer seiner Reden während des Konzerts sagte.

Seit dem 9. Mai 1950, als die Idee zur Gründung einer Europäischen Union geboren wurde, ist Europa immer mehr zu einem Ort der Begegnung und des Austauschs geworden. Die zahlreichen Varianten der Europahymne, die das Haydn Orchester von Trient und Bozen bei der Veranstaltung vortrug, die live auf dem Youtube-Kanal des Südtiroler Landtags übertragen wurde, symbolisierten die verschiedenen Stimmen, die Europa charakterisieren, und vereinten sie in einer harmonischen, lebendigen und fröhlichen Musik.

„Wir brauchen die vier von Schiller in der Ode an die Freude genannten Tugenden gerade in dieser Zeit“, so Noggler, „Entschlossenheit und Hilfe in der Not, Verlässlichkeit und Ehrlichkeit. Den festen Mut müssen auch wir aufbringen, wenn Europa so sein soll, wie wir es uns wünschen.“

lpa/stol

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