Dieser Abend steht ganz im Zeichen der Violine: Am 11. Februar leitete der Dirigent und Solist Salvatore Accardo das Haydn Orchester im Konzerthaus Bozen. Auf dem Programm stehen das Konzert für Violine und Streicher Nr. 1 in C-Dur, Hob. VIIa: 1 von Joseph Haydn, die Sinfonia concertante für zwei Violinen und Orchester Nr. 2 in h-Moll, op. 8 von Louis Spohr und das 1899 entstandene Streichsextett „Verklärte Nacht“, op. 4 von Arnold Schönberg. Begleitet wird der Doyen der italienischen Violinisten von seiner ehemaligen Schülerin Laura Gorna (Violine). Das Konzert wird am 13. Februar in Schlanders (Kulturhaus, 20 Uhr) wiederholt. Die Konzerte sind dem Musiker, Komponisten, Kulturpolitiker und Mitbegründer des Haydn Orchesters Andrea Mascagni gewidmet, der vor zehn Jahren verstorben ist.Salvatore Accardo gehört zu den wichtigsten Violinisten der Welt. Schon mit 13 Jahren trat er mit Paganinis „Capricci“ öffentlich auf, mit 15 gewann er den ersten Preis des internationalen Musikwettbewerbs in Genf und 1958 – als erster Musiker überhaupt – den ersten Preis des legendären Paganini-Wettbewerbs in Genua. Sein Repertoire reicht vom Barock bis zur zeitgenössischen Musik. Komponisten wie Sciarrino, Donatoni, Piston, Piazzolla und Xenakis haben ihm Werke zugeeignet. 1987 debütierte er als Dirigent, 1992 gründete er das Quartetto Accardo und 1986 die Stiftung Walter Stauffer, die sich der Aus- und Weiterbildung im Bereich der Saiteninstrumente widmet. Für die Deutsche Grammophon nahm er Paganinis „Capricci“ und, unter der Leitung von Charles Dutoit, dessen Violinkonzerte auf. Für das Label Philips spielte er – unter anderem – die Sonaten und Partiten von Johann Sebastian Bach, das Gesamtwerk für Violine und Orchester von Max Bruch unter dem Dirigat von Kurt Masur sowie die Violinkonzerte von Schostakowitsch, Dvorák und Sibelius unter Colin Davis ein. Weitere Aufnahmen sind bei ASV, Dynamic, EMI, Sony Classical, Collins Classic und Foné erschienen.Laura Gorna wurde am Konservatorium in Mailand sowie an der Akademie „Walter Stauffer“ in Cremona von Salvatore Accardo ausgebildet. Seit 1992 ist die passionierte Kammermusikerin Mitglied des renommierten Quartetto Accardo. Ihre CD-Aufnahmen mit Werken von Piazzolla, Vivaldi, Paganini, Schumann, Ravel, Szymanowski und Schostakowitsch sind beim Label Fonè erschienen. 2005 gründete sie mit der Cellistin Cecilia Radic und der Pianistin Laura Manzini das „Estrio”. Seit Jahren engagiert sich die Konzertmeisterin im Orchestra da Camera Italiana in Pescara und Cremona für die Ausbildung des musikalischen Nachwuchses. Laura Gorna spielt die Violine „Giorgio III” aus der Werkstatt von Giovanni Paolo Maggini (Brescia,1620).