In ihrem Album Pulse verbinden „JEMM Music Project“ Wurzeln afrikanischer und karibischer Musik mit elektronischen Vibes zu einem mitreißenden, multikulturellen, progressiven Jazz-Sound. Die 7 Kompositionen auf dem neuen Album zeugen von der Neugier des Bandgründers Max Castlunger auf Instrumente aus fernen Ländern, so etwa im Eröffnungsstück Karanga: „Zu hören ist darauf ein über 40 Jahre altes ghanaisches Balafon, das ich auf 442 Hz gestimmt habe, um es mit dem Vibrafon zu harmonisieren. Seine Kraft und Tiefe inspirierten uns zu Rhythmen und Melodien, die seinen Charakter offenbaren. Damit steht es voll und ganz für den Ethno-Jazz-Stil von JEMM“, erklärt er.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1083933_image" /></div> <BR /><BR />Auf den anderen Stücken ist unter anderem auf dem Song „Oxident“ das Taishokoto zu hören, ein aus Singapur stammendes Instrument, das auch als Afrodisiakum zum Einsatz kommt. Bemerkenswert ist das Zusammenspiel verschiedener Perkussionsinstrumente in der Komposition „Takatakatum“, einer Hommage an die indische Kultur mit einem lautmalerischen Titel.<BR /><BR />Aldo Betto, der Leader von Savana Funk, ist ebenfalls an dem Projekt beteiligt. „Mit seinen Gitarren und Synthesizern hat er unsere Tracks gefärbt und ihnen Raum gegeben. Das war entscheidend, um dem Album eine internationale Dimension zu verleihen“, so Castlunger.<h3> Kunst aus Südtirol als Bühnenkostüme</h3>Das grafische Konzept für Pulse stammt von der Südtiroler Malerin Elisa Grezzani, der ehemaligen Koordinatorin des Museion in Bozen und Assistentin von Robert Pan. Ihr grafisches Design spiegelt die Klänge des Albums in einer synästhetischen Überarbeitung wider. Dazu passen auch die maßgeschneiderten, handbemalten Bühnenkostüme der Band.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1083936_image" /></div> <BR /><BR />Das JEMM Music Project entstand 2013 aus der Zusammenarbeit von Max Castlunger mit weiteren Perkussionisten aus Südtirol (Jack Alemanno und Emanuel Valentin). 2014 stieß der Bassist Marco Stagni dazu, gemeinsam debütierten sie mit ihrem Album JEMM Music Project, das von Handpan- und Steelpan-Klängen geprägt war. Später stießen Matteo Cuzzolin (Saxophon), Hannes Mock (Posaune), Mirko Pedrotti (Vibrafon) und Andrea Polato (Schlagzeug) zur Band. <BR /><BR />2019 veröffentlichte die Gruppe ihr zweites Album Hive (Three Saints Records) und spielte auf zahlreichen italienischen und ausländischen Festivals, darunter Südtirol Jazz Festival, Trentino Jazz Festival, Garda Jazz, Jazz à Juan in Antibes (Frankreich), Gaumè Jazz Festival (Belgien) und Festival Jazz au Chellah (Marokko). <BR /><BR />Das „JEMM Music Project“ wird demnächst in Italien, Österreich und der Schweiz auftreten, unter anderem bei der Release-Party des Albums am Samstag, 19. Oktober im UFO in Bruneck.