Mit Hits wie „Take On Me“, „Hunting High And Low“ und „The Sun Always Shines On TV“ prägte das Trio die Musik der 80er Jahre. Nach fast drei Jahrzehnten und 70 Millionen verkauften Platten soll nun Schluss sein mit a-ha. „Jetzt ist Zeit für etwas Neues“, schreibt die Band auf ihrer Internetseite.„Take On Me“ schaffte es in 27 Ländern auf Platz 1, das Video gilt als stilprägend. Viele Mädchen waren von der hohen Chorknabenstimme Morten Harkets verzückt und unsterblich in ihn verliebt. In den 90er Jahren wurde es still um die Band. Um 2000 und mit der Retrowelle begann das Comeback.In diesem Sommer stürmte das Trio mit „Foot Of The Mountain“ und Synthiepop im alten Stil die Charts. Am 27. Oktober beginnt in Köln die Abschiedstour durch Deutschland. Das letzte Konzert soll am 4. Dezember 2010 in Oslo sein. Ein PR-Trick?„Wir haben buchstäblich das gelebt, wovon jeder Junge träumt, und eine längere und schönere Karriere gehabt als man jemals hoffen konnte“, erklärt die Band. Zur Ruhe setzen wollen sich die Musiker aber nicht. Politik, humanitäres Engagement oder neue Projekte in Kunst und Musik sind nicht ausgeschlossen, heißt es. Ist die Trennungsankündigung ein PR-Trick? Im Juni waren die Norweger in Berlin, um für ihr aktuelles Album zu werben. Da war zu spüren, dass sich die drei Alphatiere auch mal kabbeln. Interviews gaben sie getrennt. Frontmann Harket ließ seine Zukunftspläne offen. „Ich lebe für den Moment. Deswegen schaue ich auch nicht zurück in die 80er, auch wenn ich oft danach gefragt werde“, sagte der heute 50-Jährige.„Wir haben fast im Studio gelebt“ a-ha gibt es seit 1982. In London lernten Harket, Waaktaar-Savoy und Magne Furuholmen wie die Knöpfchen im Studio und am Synthesizer funktionieren. „In der Art, wie wir die Dinge am Anfang gemacht haben, lag etwas Magisches“, sagt Keyboarder Furuholmen. „Wir durften nicht live spielen, weil wir keine Arbeitsgenehmigung hatten“, erinnert er sich. „Wir haben fast im Studio gelebt.“ Von dieser Zeit zehrte die Band, die auch in den USA Erfolge hatte, lange.Im Forum auf der Internetseite gab es am Donnerstag entsetzte Kommentare. Ein Fan sagt mit Blick auf den Tod Michael Jacksons und das Ende von a-ha: „Mir sind die Idole ausgegangen. Mir fehlen die Worte.“ Direkt über der Abschiedsankündigung steht dann - ganz unsentimental und geschäftsmäßig -, dass der Vorverkauf für das letzte a-ha-Konzert an diesem Freitag beginnt. Caroline Bock, dpa