Sonntag, 29. Juli 2018

Fantastische „Salome“-Premiere bei Salzburger Festspielen

Die Premiere der „Salome“ von Richard Strauss hat in der Salzburger Felsenreitschule alles Bisherige weit übertroffen, denn mit der Sopranistin Asmik Grigorian, die als Salome ausgerechnet bei den Festspielen debütiert, erleben wir einen fantastischen Triumph, der auf der riesigen Naturbühne die Opernwelt fesselt und schlicht zum Staunen bringt.

Salome-Darstellerin Asmik Grigorian wurde minutenlang bejubelt. - Foto: SF/Ruth Walz
Salome-Darstellerin Asmik Grigorian wurde minutenlang bejubelt. - Foto: SF/Ruth Walz

In einer wundervoll durchgestalteten Inszenierung des überragenden italienischen Regisseurs Romeo Castellucci, der auch die überaus sinnliche, historische Ausstattung sowie ein präzis handlungbezogenes Lichtdesigns besorgte, ist diese Oper sinngemäß in Steine gemeißelt.

Auch Innichnerin Anna Maria Chiuri grandios

Das ganze Sängerensemble rund um die Titelheldin ist so überzeugend, dass wirklich alle den Sonderapplaus verdient haben, denn auch unsere aus Innichen stammende Mezzosopranistin Anna Maria Chiuri, die hier in der Rolle der Herodias, der Mutter der Salome, ebenfalls ihr Debüt feiert, wird zu Recht lautstark bejubelt, weil sie mit perfektem Gesang und Darstellung einfach grandios ist.

Aus Innichen: Anna Maria Chiuri als Herodias. - Foto: SF/Ruth Walz

Wieder, wie nach der „Zauberflöte“, sind die Wiener Philharmoniker eine Weltklasse für sich. Auch weil sie unter dem meisterhaften Weltdirigenten Franz Welser–Möst einen überragenden und betont neuartig farbigen Richard Strauss spielen, der in jeder (Text)Phrase einzigartig ist.

Das Publikum ist am Ende so ergriffen, dass es erst langsam begreift, was da eigentlich passiert ist, aber dann spendet es stehende Ovationen für diese denkwürdige „Salome“-Premiere.

Soweit eine erste Einschätzung. Die detaillierte und ausführliche Rezension über dieses magische Nachtstück der Superlative lesen Sie wie immer in Kürze!

C. F. Pichler aus Salzburg

stol