Nach Studien bei Valery Gradow, Saschko Gawriloff und Herman Krebbers begann 1983 sein kontinuierlicher Aufstieg zur Weltelite. Frank Peter Zimmermann gastiert bei allen wichtigen Festivals und musiziert mit allen berühmten Orchestern und Dirigenten in der Alten und Neuen Welt.In der Spielzeit 2012/2013 war er der Solist der Sommertournee des Gustav Mahler Jugendorchesters unter der Leitung von Daniele Gatti. Weitere Engagements führten ihn in der vergangenen Spielzeit zu den Wiener Philharmonikern und dem Cleveland Orchestra, jeweils mit Franz Welser-Möst, dem New York Philharmonic mit Andrey Boreyko, den Berliner Philharmonikern und dem Orchestre de Paris jeweils mit Paavo Järvi sowie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und dem Philharmonia Orchestra, jeweils dirigiert von Esa-Pekka Salonen.Den Auftakt der Spielzeit 2013/2014 bildeten Aufführungen des Violinkonzerts von Brahms mit dem Tonhalle-Orchester Zürich unter David Zinman, dem London Symphony Orchestra unter Nikolaj Znaider und dem BBC Symphony Orchestra unter Josep Pons. Als „Artist-in-Residence“ des Tonhalle-Orchesters Zürich wird er im Verlauf der Saison als Solist mit den Dirigenten David Zinman und Christoph von Dohnányi, im Recital mit Enrico Pace sowie als Kammermusiker mit seinem Trio Zimmermann zu erleben sein. Zu weiteren Höhepunkten der Saison zählen Konzerte mit den Berliner Philharmonikern, dem Royal Concertgebouw Orchestra und Mariss Jansons, dem NHK Symphony Orchestra und der Staatskapelle Dresden jeweils unter der Leitung von Herbert Blomstedt, dem Los Angeles Philharmonic und Manfred Honeck, der Tschechischen Philharmonie und Jirí Belohlávek sowie dem Gewandhausorchester Leipzig und Jukka-Pekka Saraste. Darüber hinaus unternimmt er mit dem Trio Zimmermann zwei Tourneen durch Europa und wird mit Enrico Pace Recitals in Europa und Japan geben.Frank Peter Zimmermann brachte drei Violinkonzerte zur Welturaufführung: das Violinkonzert „en sourdine“ von Matthias Pintscher mit den Berliner Philharmonikern und Peter Eötvös, das Violinkonzert „The Lost Art of Letter Writing“ mit dem Royal Concertgebouw Orchestra unter der Leitung des Komponisten Brett Dean, sowie das Violinkonzert Nr. 3 „Juggler in Paradise“ von Augusta Read Thomas mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dirigiert von Andrey Boreyko.Neben seinen zahlreichen Orchesterengagements ist Frank Peter Zimmermann regelmäßig als Kammermusiker auf den bedeutenden Podien der Welt zu hören. Zu seinen regelmäßigen Kammermusikpartnern zählen die Pianisten Piotr Anderszewski, Enrico Pace and Emanuel Ax.Gemeinsam mit dem Bratschisten Antoine Tamestit und dem Cellisten Christian Poltéra gründete er dasTrio Zimmermann; Konzerte führen das Ensemble unter anderem nach Amsterdam, Brüssel, Köln, London, Lyon, Mailand, München, Paris und Wien sowie zu den Salzburger Festspielen, dem Edinburgh Festival, dem Schleswig-Holstein Musik Festival und dem Rheingau Musik Festival.Über die Jahre hat Zimmermann eine eindrucksvolle Diskographie eingespielt; seine Aufnahmen erschienen bei EMI Classics, Sony Classical, BIS, Ondine, Teldec Classics und ECM Records. Er nahm nahezu alle großen Violinkonzerte von Bach bis Ligeti sowie zahlreiche Kammermusikwerke auf. Seine Aufnahmen wurden weltweit mit bedeutenden Preisen ausgezeichnet.Frank Peter Zimmermann spielt eine Stradivari aus dem Jahr 1711, die einst dem großen Geiger Fritz Kreisler gehörte. Das Instrument wird ihm freundlicherweise von der Portigon AG zur Verfügung gestellt.Streicherakademie BozenDie Streicherakademie Bozen wurde unter der künstlerischen Leitung von Georg Egger im Jahre 1987 vom Südtiroler Musikverein ins Leben gerufen. Sie setzt sich vorwiegend aus Südtiroler Musikern zusammen, die eine reiche Kammermusik- und Orchestererfahrung in bedeutenden Ensembles im In- und Ausland aufweisen können und in gemeinsamer Zusammenarbeit mit Nachwuchsmusikern ihre Erfahrungen weitergeben.Meist musiziert die Streicherakademie ohne Dirigent. Da einige Musiker der Streicherakademie auch Mitglieder der Klassischen Philharmonie Stuttgart sind, hat sich mit dem Dirigenten Frieder Bernius eine Zusammenarbeit entwickelt. Auch mit dem Pianisten und Dirigenten Andràs Schiff besteht eine enge Verbindung, die zu zahlreichen Konzerten mit dem Künstler geführt hat.Neben ihren eigenen, jährlichen Konzertserien wird die Streicherakademie regelmäßig zu bedeutenden Konzertreihen, wie der Mozartwoche in Salzburg, den Gustav-Mahler-Wochen in Toblach oder den Engadiner Festwochen eingeladen. Ihre solistischen Partner waren u.a. Sergio Azzolini, Eduard Brunner, Giuliano Carmignola, Mirijam Contzen, Ingeborg Danz, Christian Gerhaher, Alexander Gilman, Dietrich Henschel, Heinz Holliger, Diethelm Jonas, Louis Lortie, Antonio Meneses, Sabine und Wolfgang Meyer, Thomas Quasthoff, Birgit Remmert, Sybilla Rubens, Andràs Schiff, Wen-Sinn Yang oder Ruth Ziesak.Das breite Repertoire der Streicherakademie reicht von Bach, Händel, Zelenka über Schubert-Mahler „Der Tod und das Mädchen“ und Mendelssohn bis Britten, Bartok, Strawinsky, Schönberg, Schnebel und Stuppner. Bisher wurden mehrere CD-Aufnahmen produziert mit Musik von Ph. E. Bach, Mozart, Rossini, Stuppner, Boccherini, Schönberg, Strauss.Violinkonzerte von W. A. MozartIm Prinzip gibt es zu jedem von Mozarts Werken ein passendes Briefzitat. Immer wieder berichtet er zu Hause Schwester oder Mutter nach Hause über Aufführungen und neue Kompositionen, über Publikumserfolge oder Reiseerlebnisse. Mozarts Schaffen und Wirken ist in Briefen dokumentiert wie kaum ein anderes Musikerleben. Und es ist schon die Ausnahme, wenn es eine Werkgruppe gibt, über die rein gar nichts in diesen berühmten Briefen zu finden ist. Im Falle der fünf Violinkonzerte ist das so.Warum? Mozart, seit 1770 und damit 14-jährig Konzertmeister in Salzburg, schrieb seine Violinkonzerte in einer kurzen Zeitspanne um 1775. Allesamt für den Eigengebrauch und allesamt auch für den Salzburger Hof bestimmt. Mozart, der als Geigen-Schüler seines Vaters ein guter Solist war, legte bei seinen Violinkonzerten allerdings kaum Wert auf Virtuosität. 1777 schrieb er über das technische Niveau seiner Konzerte: „Ich bin kein großer Liebhaber von Schwierigkeiten“, was aber nicht darüber hinwegtäuschen kann, dass diese Werke subtilste Beherrschung des Instruments und eine überaus feine Nuancenschattierung erfordern.Ein einziges, quasi ‚halbes’ Briefzitat zu den Violinkonzerten lässt sich dann doch finden, als Mozart auf dem Weg nach Paris seinem Vater meldet, er habe in Augsburg sein Violinkonzert gespielt. „Es ging wie Öl. Alles lobte den schönen reinen Ton.“ Dies sagt über die Violinkonzerte so typischen „reinen“ Ton viel aus. Diese Reinheit des Tones nämlich ist das Zünglein an der Waage jeder Interpretation der Mozartschen Violinkonzerte.Das Adagio in E-Dur KV 261 komponierte Mozart auf Bitten des Salzburger Geigers Antonio Brunetti als Ersatz für den langsamen Satz des A-Dur-Violinkonzerts KV 219, welcher dem Solisten „zu studiert“ schien. Es entstand eine Geigen-Arie über gedämpften Streicherklängen.Programm:Wolfgang Amadeus MozartKonzert für Violine und Orchester Nr.1 in B-Dur KV 207Allegro moderatoAdagioPrestoAdagio in E-Dur für Violine und Orchester KV 261Konzert für Violine und Orchester Nr.3 in G-Dur KV 216AllegroAdagioRondeau. AllegroKonzert für Violine und Orchester Nr.4 in D-Dur KV 218AllegroAndante cantabileRondeau. Andante graziosoTermin: Samstag, 22. Februar20 Uhr Bozen, KonzerthausMontag, 24. Februar 20 Uhr Meran, Kursaal