Sein langjähriger Helfer Takashi Niigaki sagte am Donnerstag bei einer live im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz, er habe als Komplize bei einem sorgfältig inszenierten Schwindel mitgewirkt.„Vom ersten Tag an bis heute hatte ich nie das Gefühl, dass er taub ist“, sagte der Ghost-Writer.Samuragochi könne nicht einmal Partituren schreiben. Erst am Vortag hatte Samuragochi über seinen Anwalt eingeräumt, dass er über knapp zwei Jahrzehnte hinweg Hilfe beim Komponieren hatte.Der populäre 50-jährige Musiker hatte seinen Helfer nach eigenen Worten schon Ende der 1990er Jahre engagiert, „weil mein Gehör immer schlechter wurde“. Niigaki habe bei etwa der Hälfte seiner Werke mitkomponiert.Anscheinend war der Betrug aber noch viel größer angelegt: Er habe ursprünglich gedacht, ihm sei lediglich die Rolle des Assistenten zugedacht gewesen, sagte Niigaki. „Aber später fand ich heraus, dass er nicht einmal Partituren schreiben kann.“Nach und nach sei er deshalb zum Komplizen geworden. Doch zuletzt habe ihn der Rummel um den „Beethoven des digitalen Zeitalters“ zunehmend genervt.apa/afp