Der künstlerische Leiter des Haydn Orchesters Giorgio Battistelli überrascht Musikliebhaber aber nicht nur mit dieser hohen Auszeichnung. Die Uraufführung seines neuen Werks „Julius Caesar“ an der Oper in Rom war ein viel gepriesener Erfolg und als Künstlerischer Leiter unseres Klangkörpers hat er schon durch sein Symphonisches Programm überzeugt. Was er mit dem Klangkörper vor hat, erzählt er im folgenden Gespräch. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="713639_image" /></div> <BR /><BR />Kurz vor der Uraufführung seiner Oper „Julius Caesar“ an der Oper Rom unter dem Dirigat von <b>Daniele Gatti</b> und der Regie von <b>Robert Carsen</b> – haben wir mit Giorgio Battistelli, dem neuen Künstlerischen Leiter des Haydn Orchesters, ein Gespräch geführt. Das Lampenfieber konnte man auch am Telefon hören, als er sagte: „Ich hoffe, das zu überleben“. Das hat er und ist für seine großartige Arbeit begeistert beklatscht worden.<BR /><BR /><BR />Im Mittelpunkt der neuen Oper stand für den Komponisten das Verhältnis zur Macht, verkörpert in der Figur Julius Caesars. „Nach dem Mord an dem Diktator hat sich in der Weltanschauung, wie politische Macht eingesetzt werden kann, etwas verändert. Deshalb ist er eine dramatisch moderne Figur“, so Battistelli. Auch die Charaktere der Verschwörer haben ihn inspiriert, insofern sei es ein schwieriges Werk „eine zutiefst 'hamletische' Oper des Zweifelns. Brutus, Cassius, alle haben Gründe, Caesar zu ermorden aber genauso viele, ihn zu lieben. Und doch bringen sie ihn um, aber der quälende Zweifel bleibt.“ Ob er sich vorstellen könne, eines seiner Werke – eventuell auch konzertant – mit dem Haydn Orchester aufzuführen, antwortete er mit einem klaren Nein, denn er sei nicht nach Bozen gekommen, um sich selbst darzustellen, außerdem zeichne <b>Matthias Lošek</b> für das Opernprogramm verantwortlich. Könne er sich aber eine intensivere Zusammenarbeit mit dem Operndirektor vorstellen, wollten wir wissen: „Da halte ich es mit dem Ministerpräsidenten Mario Draghi, der neulich sagte: 'Den Spritz trinke ich mit dem Campari'.“<BR /><BR /><BR /><b>Der „Goldene Löwe“ wird Ihnen im September 2022 übergeben. Was bedeutet für Sie diese Auszeichnung?</b><BR />Giorgio Battistelli: Diesen so <?TrVer> renommierten Preis zu bekommen, war natürlich sehr erfreulich. Gleichzeitig habe ich mich aber gefragt – da mir der Preis für die Karriere verliehen wurde – ob ich jetzt weniger komponieren sollte oder es eine Ermutigung zum Weitermachen sei. Ich <?TrVer> werde weitermachen, denn ich habe noch einiges zu sagen und noch vieles zu komponieren. <BR /><BR /><BR /><b>Effektiv scheinen Sie zu jung, um Ihre Karriere zu beenden. Könnten Sie uns einen kleinen Einblick in Ihre große musikalische Bandbreite geben?</b><BR />Battistelli: Mein Wirken beginnt mit Theaterarbeit. „Julius Caesar“ ist mein 34. Stück. Und im Februar werde ich in Venedig in der Fenice „Le Baruffe“ vorstellen. Deshalb ist mein künstlerisches Schaffen sehr auf Dramaturgie, Oper und Musiktheater konzentriert. Ich habe in den vergangenen 20 Jahren auch zahlreiche Symphonische Werke verfasst. Und zu meiner Arbeit als Autor und Komponist kam immer auch die des Künstlerischen Leiters hinzu, als Direktor der Biennale Musica Venezia, der Orchestra della Toscana oder der Arena di Verona… Für die nächsten 2 Jahre habe ich die künstlerische Leitung des Haydn Orchesters übernommen. Was mein Schreiben und Komponieren anbelangt, so bin ich immer einen sehr heterogenen Weg gegangen, da die Werke, von denen ich mich inspirieren ließ, vom Alten Testament bis zu Ernst Jünger (Anm.d.Red: 2002 erreichte Battistelli größere Aufmerksamkeit mit einer musikalischen Inszenierung von Jüngers „Auf den Marmorklippen“ am Nationaltheater Mannheim) oder Jules Verne, Shakespeare und Goldoni reichen – sehr unterschiedliche Autoren, gerade weil die Musik die Macht hat, uns die ungewöhnlichsten Reisen im Kopf machen zu lassen. <BR /><BR /><BR /><b>2022 wird die Musikwissenschaftlerin Helga De la Motte bei der Verleihung des Goldenen Löwen das Gespräch mit Ihnen führen. Sie hat „Edgard Varèse: Die Befreiung des Klangs“ geschrieben. Welches sind heute die Merkmale des Klangs? Oder besser gesagt, sollte man die „parola scenica“ (neuer Sprachstil), wie es Giuseppe Verdi ausdrüc</b><b>kte, in der experimentellen zeitgenössischen Opernmusik beachten?</b><BR />Battistelli: Helga De la Motte ist eine Musikexpertin, die sich schon seit 35 Jahren mit meinen Kompositionen auseinandersetzt und über das Ausmaß meines asymmetrischen Rhythmus geschrieben hat. Zudem hat sie ein Psychologiestudium absolviert. Deshalb analysiert sie Musik nicht nur von der technischen Warte aus, sondern auch von der literarischen und interpretativen. In der europäischen Musik hat es immer 2 Richtungen gegeben: die reine Musik, die Instrumentalmusik, und die unreine, die Opernmusik. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts haben sich viele Varianten zur Dramaturgie und dem Musiktheater entwickelt. Heute ist es schwierig, ein Werk als Oper zu definieren. Es gibt Überlappungen und Durchdringung von Elementen, die neue Formen hervorbringen. Der Klang bleibt an die Szene gebunden, manchmal auch an eine imaginäre Szene. Selbst neige ich zu einer visionären Funktion des Klangs. Und ich bin der Meinung, dass das Theater aus der Notwendigkeit heraus unrein sein soll, sich mit verschiedenen Elemente vermischen darf.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="713642_image" /></div> <BR /><BR /><b>Als neuer Künstlerischer Leiter des Haydn Orchesters haben Sie ein überraschendes Konzertprogramm vorgestellt, sowohl was die jungen Künstler, die auftreten, als auch was die Werke, die gespielt werden, anbelangt. So hat vor Kurzem die junge Dirigentin Nil Venditti die Saison eröffnet und mit viel Passion und Können gerade Felix Mendelssohn-Bartholdy interpretiert. Der Klang des Orchesters war unvergleichlich schön, neu und anders. Wie haben Sie den Klang und das Zusammenspiel des Orchesters erlebt?</b><BR />Battistelli: Ich kenne das Orchester seit Jahren, die Musiker haben schon Stücke von mir gespielt. Das Eröffnungskonzert war sehr emotional. In den 2 Jahren, die mir zur Verfügung stehen, möchte ich den Grundstein für ein Orchester der Zukunft legen. Es genügen mir nicht die großen Erfolge, die das Orchester bisher erreicht hat. Es ist nun an der Zeit, eine Vision für die Zukunft zu verwirklichen. Ich denke dabei nicht an ein Haydn Orchester im Jahr 2022, sondern an eines im Jahr 2032. Meine ganz persönliche Arbeitsweise lehnt sich sehr an jener Olivettis an: Austausch und Wachstum.<BR /><BR /><BR /><b>2 Jahre scheinen mir wenig, um dieses Projekt der Zukunft zu realisieren…</b><BR />Battistelli. In den 2 Jahren möchte ich die Basis für diese Entwicklung schaffen. Ich schlage eine kulturelle Transformation vor. Die Musiker des Haydn Orchesters sind mitunter die besten Italiens, aber das genügt nicht. Ich will viel mehr als technische und interpretative Bravour. Ich will mit ihnen ein Zukunftsmodell kreieren, damit sie den Gedanken des Zeitgenössischen verinnerlichen. <BR /><BR /><BR /><b>Ihr symphonisches Programm beinhaltet in diesem Jahr viele Neuigkeiten. Schon die ersten 3 Konzerte überraschten mit der Auswahl von Werken von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Man kann sagen, dass Sie gerade damit auch ins Neue eintreten, zumal neben der Klassik und Romantik auch klassisch moderne Werke von Lutosłavski, Kodály oder Ligeti geboten werden?</b><BR />Battistelli: Ich möchte auch das Neue in der großen Tradition suchen, wo die Musik Trägerin ist von spirituellen, mentalen und philosophischen Inhalten. Ich möchte eine Begegnungen schaffen zwischen dem, was wir hören und dem, was die Musik vermittelt. Nicht nur dieser Beginn mit Mendelssohn ist also wichtig, sondern hauptsächlich auch die 3 Dirigenten, die mit dem Haydn Orchester ein Stück des Weges gehen werden. Da ist unser musikalischer Leiter <b>Ottavio Dantone</b>, einer der wichtigsten Dirigenten, was den Barock und die Klassik betrifft. Mit ihm wollen wir auch Exkursionen in die Modernität machen. Mit <b>Mario Mariotti</b> werden wir mit der Klassik beginnen, um dann im italienischen und mitteleuropäischen 20. Jahrhundert anzukommen. Die Musik um 1920-30 war wunderbar schön. Und zum Schluss müssen wir noch vom großartigen <b>Kent Nagano</b> sprechen. <BR /><BR /><BR /><BR /><b>Wie ist es Ihnen gelungen, diese 3 international renommierten Dirigenten an das Haydn Orchester zu binden?</b><BR />Battistelli: Wahrscheinlich waren wir imstande, ihnen unsere Vision zu vermitteln. Das ist es, was die großen Musiker, Dirigenten, Solisten heute suchen. Sie interessiert nicht der große Verdienst, sondern sie sehen den Reichtum darin, dass ihnen ein Kulturprojekt angeboten wird – in unserm Fall das Projekt eines Haydn Orchesters der Zukunft.<BR /><BR /><BR /><b>Reaktionen auf „Julius Caesar“</b><BR /><BR /><BR />Eine Saisoneröffnung wie zu den Zeiten vor der Pandemie hat das Teatro dell'Opera in Rom vor Kurzem mit der Weltpremiere von Giorgio Battistellis zeitgenössischer Oper „Julius Caesar“ erlebt. Ein seit Wochen ausverkauftes Theater eröffnete die Spielzeit 2021-22 mit einer Oper, die Intendant <b>Carlo Fuortes</b> vor 3 Jahren Battistelli in Auftrag gegeben hat. Seit 120 Jahren hatte das „Teatro dell'Opera“ die Saison nicht mehr mit einer zeitgenössischen Oper eröffnet. Der einzige Präzedenzfall geht auf 1901 zurück, als Pietro Mascagni „Le maschere“ zeigte. „Es ist ein Privileg, eine neue Oper eines der größten Komponisten unserer Zeit vorstellen zu dürfen. Für mich bedeutet diese Oper einen gelungenen Abschied von meinem Theater nach 3 wunderbaren Jahren“, sagte Dirigent <b>Daniele Gatti,</b> musikalischer Leiter des Opernhauses, der auch am Pult stand. Gatti wechselt demnächst zum Florentiner Theater „Maggio musicale fiorentino“.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="713645_image" /></div> <BR />Die Tragödie von Julius Cäsar lässt Regisseur <b>Robert Carsen</b> im heutigen Rom spielen. „Auf der Bühne stehen Politiker in moderner Kleidung. Zwar handelt es sich um römische Senatoren, das Drama könnte sich jedoch überall auf der Welt abspielen, denn die Politik hat überall die gleichen Mechanismen. Die Regie für das neue Werk Battistellis zu führen, war für mich nicht nur eine Ehre, sondern auch eine besondere Herausforderung, da das Werk in Rom uraufgeführt wird, in der Stadt, in der die Handlung von Shakespeares Stück spielt“, betonte Carsen. Mit tosendem Applaus begegnete das Publikum die Uraufführung, darunter auch der frisch gebackene römische Bürgermeister <b>Roberto Gualtieri</b> : „Dieser moderne Julius Cäsar ist hochgradig intensiv und spannend...“ Musik-Kritiker bezeichnen Battistellis Oper als ein „intensives, starkes Werk mit prägnanter kommunikativer Auswirkung“. „Das Drama beinhaltet eine epische Dimension, einen Spannungsbogen und ein dramaturgisches Tempo, das die ganze Zeit in Atem hält“, analysierte <Fett>Luca Della Libera</Fett>, Kunstkritiker der römischen Tageszeitung „Il Messaggero“.<BR /><Fett>Micaela Taroni aus Rom</Fett><BR /><BR /><BR /><b>Vita</b><BR /><BR /><BR />Giorgio Battistelli studierte am Alfredo Casella-Konservatorium in L’Aquila, wo er 1978 sein Kompositionsdiplom bei Giancarlo Bizzi erwarb. Bereits 1974 gehörte er zu den Mitbegründern des Gruppo di Ricerca e Sperimentazione Musicale “Edgar Varèse“. 1975 besuchte er die Seminare von Karlheinz Stockhausen und Mauricio Kagel in Köln; 1978/79 studierte er in Paris bei Jean Pierre Drouet und Gaston Sylvestre. Seine ersten Kompositionen waren Uno e trinofür einen Schlagzeuger (1975), Comme un opéra fabuleux, wiederum für einen Perkussionisten (1979), und Il racconto di Monsieur B für Orchester (1980). seit 1986 erscheinen seine Werke im Hause Ricordi in Mailand.<BR /><BR /><BR />In den 80iger Jahren etabliert sich Battistelli als einer der interessantesten Komponisten seiner Generation. Zu seinen wichtigsten Werken in dieser Zeit zählen Experimentum mundidas mehr als zweihundert Mal aufgeführt worden ist und den „Herald Angel Award“ gewann; Aphrodite; Jules Verne; Le combat d’Hector et d’Achille, représentation de corps et de mémoire(Straßburg); Globe Theatre, Ballett zur Jahrtausendwende zur Choreographie von Virgilio Sieni), Anarca für Orchester. 1983 erhielt er ein Stipendium vom Rundfunk in Baden-Baden, 1985/86 war er Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes in Berlin.<BR />Den deutschen Kultur- und Musikinstitutionen blieb er auch danach verbunden erhielt zahlreiche Konpositionsaufträge, darunter: Die Entdeckung der Langsamkeit(Theater Bremen, 1996), Auf den Marmorklippen(Nationaltheater Mannheim, 2002), El otoño del patriarca(Theater Bremen, 2004), Fashion(Deutsche Oper am Rhein, 2008), Lot(Staatsoper Hannover, 2017). Aber auch Teorema, frei nach Pier Paolo Pasolini, eine Koproduktion des Maggio Musicale Fiorentino und der Münchener Biennale und Frau Frankenstein,im Auftrag des Ensemble Modern.<BR /><BR /><BR />Seine Werke wurde im Laufe der Zeit an verschiedenen Theatern wieder aufgenommen: die Oper Richard III., in Vlaamse im Jahr 2005 uraufgeführt Oper, wurde mit großem Erfolg in Düsseldorf (2007), in Straßburg (2009), in Genf (2012) und in Venedig (2018) unter der Leitung von Robert Carson aufgeführt. Die Oper erhielt im selben Jahr den Premio „Franco Abbiati„. Ebenso erfolgreich warProva d’Orchestra (frei nach Federico Fellinis Film), ein Komissionaauftrag der Opéra National du Rhin in Straßburg 1995. 1997 wurde die Oper in Düsseldorf gezeigt, 2001 in Rom, 2004 in Linz, 2006 in Antwerpen, 2007 in Bern, 2009 in Nürnberg und 2017 in Münster.<BR /><BR /><BR />Zu den Opernproduktionen der letzten Jahre gehören die Komödie The Mad Doctor(2014) frei nach dem gleichnamigen Stück von Eduardo Scarpetta, in Auftrag gegeben von der Opéra national de Lorraine, wurde; CO2(2015), Kommission des Teatro alla Scala; Lot(2017), eine Kommission der Staatsoper Hannover; Wake (2018), im Auftrag der Birmingham Opera Company; 7 Minuten(2019), im Auftrag der Opéra national de Lorraine und “Julius Caesar (2021).<BR /><BR /><BR />Auch die Liste seiner sinfonischen Werke ist umfangreich: Zu seinen repräsentativsten Stücken gehören Meandri, geschrieben für Riccardo Muti und die Filarmonica della Scala (2004), Afterthought (about a Shakespearean tragedy), ein Auftragswerk der Accademia Nazionale di Santa Cecilia, erstmals von Antonio Pappano dirigiert (Rom 2005); Sconcerto(2010) ein Stück zum Text von Franco Marcoaldi und interpretiert von Toni Servillo; H 375(2010), eine Kommission der Staatsoper Hannover zum 375. Jahrestag der Gründung des Niedersächsischen Staatsorchesters; Mytery Plan(2012), ein Auftragswerk für das Saint Paul Chamber Orchestra; Pacha Mama(2012) Kommission des KlangZeitFestival, Münster.<BR /><BR /><BR />Giorgio Battistelli wirkt seit zwanzig Jahren in renommierten Musikorganisationen im In- und Ausland: von 1996 bis 2002 war er direttore artisticodes Orchestra della Toscana, von 2000 bis 2005 in der selben Funktion bei der Società Aquilana dei Concerti, 2004 bis 2007 war er Intendant der Biennale Musica in Venedig, 2005 bis 2007 direttore artisticoder Accademia Filarmonica Romana, 2005 bis 2006 war er composer in residenceder Oper in Antwerpen, 2007 bis 2008 an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf, 2006 bis 2008 künstlerischer Leiter an der Arena von Verona, 2011 wird er zum direttore artisticodes Orchestra della Toscana in Florenz ernannt .Im Jahr 2015 erhält den Posten des Künstlerischen Leiters am Teatro dell'Opera di Roma. Seit 2020 ist er künstlerischer Leiter des Festival Puccini di Torre del Lago.<BR /><BR /><BR />2003 wurde er in Frankreich zum Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres ernannt; seit 2004 ist er ordentliches Mitglied der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom. Und 2013 wird ihm der Verdienstorden der italienischen Republik (Komtur) verliehen. 2021 erhielt er den Goldenen Löwen der Biennale von Venedig für das Lebenswerk.