Montag, 14. November 2016

Haydn-Orchester: Mozart, Haydn und Lekeu

Von der Wiener Klassik bis zu einem herausragenden Talent des ausgehenden 19. Jahrhunderts: Am 15. November dirigiert Christian Arming das Haydn Orchester in Bozen.

Christian Arming wurde 1971 in Wien geboren und wuchs in Hamburg auf. - Foto: Haydn-Orchester
Christian Arming wurde 1971 in Wien geboren und wuchs in Hamburg auf. - Foto: Haydn-Orchester

Auf dem Programm stehen an diesem Abend die Ouvertüre aus der im Januar 1790 im Wiener Burgtheater uraufgeführten Oper „Così fan tutte“ und die 1788 komponierte Symphonie Nr. 40 von Wolfgang Amadeus Mozart, die im Dezember 1779 entstandene Symphonie Nr. 70 von Joseph Haydn sowie das Adagio, op. 3 des belgischen Komponisten Guillaume Lekeu.

Lekeu unbekanntes Genie

Damit stellt das Orchester einen vernachlässigten Komponisten vor, der 1894 im Alter von nur vierundzwanzig Jahren an Typhus starb und zu den größten Talenten seiner Zeit gehörte. Schon als 15jähriger veröffentlichte Guillaume Lekeu erste Kompositionen und in weniger als neun Jahren schrieb der Schüler seines Landsmannes César Franck etwa einhundert Werke.

Das Adagio op. 3 ist nicht nur besetzungstechnisch höchst ungewöhnlich, sondern scheint auch Arnold Schönbergs „Verklärte Nacht“ vorwegzunehmen. Beginn: 20 Uhr.

Aming ist Chefdirigent des Orchestre Philharmonique Royal de Liège 

Christian Arming wurde 1971 in Wien geboren und wuchs in Hamburg auf. Er studierte an der Musikhochschule seiner Heimatstadt bei Leopold Hager sowie bei Seiji Ozawa von 1992 bis 1998. Nachdem er als Assistent von Ozawa beim Festival inTanglewood (USA) und in Tokio gearbeitet hatte, war Christian Arming von 1995 bis 2002 Chefdirigent der Janácek-Philharmonie von Ostrava.

Von 2001 bis 2004 leitete er das Symphonieorchester und das Theater in Luzern und von 2003 bis 2013 das New Japan Philharmonic Orchestra in Tokio. Seit 2011 ist er der Chefdirigent des Orchestre Philharmonique Royal de Liège in Belgien.

stol

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