Acht Musiker aus Italien, Deutschland, Belgien, Brasilien und den USA begegnen sich auf der großen Bühne am Verdiplatz und werden dort - vielfach zum ersten Mal - gemeinsam jazzen.Der US-amerikanische Drummer Jim Black bildet das rhythmische „Gerüst“ dieses Konzerts. Mit ihm ist in Bozen einer der einflussreichsten Schlagzeuger des zeitgenössischen Jazz zu hören, der sich mit Musikern wie Dave Douglas („Tiny Bell Trio“), Uri Caine („Mahler - Live in Toblach“) oder Laurie Anderson („Live at Town Hall“) bestens versteht.Auch der Trompeter Paolo Fresu kommt zum Jubiläumskonzert. 1987, als sich das Südtirol Jazzfestival noch „Jazz & Other“ nannte und ausschließlich in Bozen stattfand, trat der Sarde mit seinem Quintett zum ersten Mal in Südtirol auf.Ein Vierteljahrhundert später „begegnet“ Fresu dem ebenfalls aus Sardinien stammenden Gitarristen Bebo Ferra, mit dem er seit 2003 zusammenarbeitet.Die Belgier David Linx und Diederik Wissels - sie kannten sich schon als Kinder - bilden am 29. Juni das zweite Duo, das in Bozen zu hören ist.Linx – er probierte mehrere Instrumente aus, bevor er zum Gesang wechselte – zeigt avancierte Vokalartistik mit einem umfangreichen Repertoire.Dem Brasilianer Hamilton De Holanda wird an diesem Abend ein Wunsch erfüllt.Er wollte immer schon mit dem deutschen Posaunisten Nils Wogram auf einer Bühne stehen – und darf das im Stadttheater zur Festival-Eröffnung auch tun.Volksmusik aus Lateinamerika trifft damit auf ausgefeilten europäischen Avantgardejazz.In Bozen musiziert Nils Wogram auch noch mit dem italienischen Posaunen-Virtuosen Gianluca Petrella.Zum 30. Südtirol Jazzfestival kommen über 200 Künstler aus 20 Ländern – zehn Tage lang gibt es Jazzmusik aller Stilrichtungen.Das komplette Programm findet sich im Internet.