Beim Konzert werden die Dozenten Lucio Labella Danza (Cello), Andrea Repetto (Bratsche), Gertrud Chiochetti (Harpfe), Claudio Marinone (Querflöte) und der Erfinder des gesamten Musikprojektes, Marco Bronzi (Geige) zusammen mit den Studenten Emanuele Scaramuzza, Emanuele Delucchi, Simone Martino (Klavier), Ayumi Tovazzi und Tommaso Santini (Geige) und Ester Carturan (Bratsche) konzertieren. Es werden die drei Sonaten für Geige und Klavier, Cello und Klavier und Harpfe, Flöte und Bratsche von Claude Debussy und “Piece for piano and string quartet” von Olivier Messiaean aufgeführt. «Emporium ‘900» möchte eine musikalische Werkstatt sein, die dem Publikum Meisterwerke aus dem frühen französischen XX. Jh. vorstellt, darunter einige, die sehr selten und andere, die fast nie zusammen an einem einzigen Abend aufgeführt werden. Paris war ein wichtiges Zentrum der Reflexion und der Experimente in der europäischen Musik-Debatte. Während die Musik in Wien und Berlin völlig neue Wege einschlug, um dem Repertoire der Vergangenheit entgegenzuwirken, versuchte man es in Frankreich mit einer Annäherung an das Altertum. Nach dem Motto von Giuseppe Verdi «zurück zur Antike um das Moderne schaffen zu können», entwickelte sich in Frankreich ein Interesse für alte Formen mit modernem Geschmack. Das war für Ravel und Debussy ein Grund mehr, die Musiktradition des Barocks zu vertiefen und verstehen zu lernen. Anders der Weg von Messiaen, der sich manchmal sogar vom Mittelalter, der Schule von Notre Dame, inspirieren ließ, und eine radikale, chromatische Musiksprache benutzte. Die nuancenvolle, französische Musik, die in den geschlossenen Kreisen der großzügigen und mutigen Mäzenen entstanden war, und in deren Häuser mehrere wichtige Premieren stattfanden, zeichnet sich durch Farbentiefe und Eleganz aus. Das Konzert beginnt um 20 Uhr, der Eintritt ist frei.