Auf dem Programm stehen die Sinfonie Nr. 1 in D-Dur, op. 25 (Symphonie classique“) von Sergej Prokofiev, die europäische Uraufführung „Bardo I“ für Klarinette und Streicher von Akira Nishimura und die Sinfonie in C-Dur von Georges Bizet. Solist ist Karl Leister (Klarinette). Das Konzert beginnt um 20.30 Uhr. Die Dirigentin und Pianistin Keiko Mitsuhashi wurde 1980 in Tokio geboren und studierte an der University of Fine Arts and Music in ihrer Heimatstadt. 2003 erhielt sie einen ersten Preis beim Wiener Musikseminar. Danach studierte sie an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien und an der Accademia Musicale Chigiana in Siena. 2008 gewann sie den ersten Preis beim Antonio Pedrotti-Wettbewerb in Trient. 2010 wurde sie mit dem zweiten Preis sowie dem Publikumspreis beim angesehenen Arturo Toscanini-Wettbewerb in Parma ausgezeichnet. Karl Leister wurde in Wilhelmshaven geboren, studierte bei seinem Vater sowie an der Hochschule für Musik in Berlin und wurde 1959 Solo-Klarinettist im Berliner Philharmonischen Orchester, wo er dreißig Jahre lang eng mit Herbert von Karajan zusammenarbeitete. 1987 wurde Leister Guest Professor an der Royal Academy of Music in London, von 1993 bis 2002 lehrte er an der Berliner Hochschule für Musik „Hanns Eisler”. Karl Leister hat nahezu alle Werke der Klarinettenliteratur auf CD eingespielt. Mit dem Haydn-Orchester trat er zuletzt 2008 auf. Akira Nishimura wurde 1953 in Osaka geboren und studierte Musiktheorie und Komposition an der University of Fine Arts and Music in Tokio. Gleichzeitig beschäftigte er sich mit traditioneller asiatischer Musik sowie mit Theologie und Ästhetik. Er komponierte, unter anderem, für das Arditti-Quartet, das Kronos Quartet und das Elision Ensemble. Akira Nishimura unterrichtet am Tokyo College of Music und leitet die Izumi Sinfonietta in Osaka. „Dieses Konzert ist Karl Leister gewidmet. Das Werk besteht aus einem einzigen Satz und dauert etwa zwanzig Minuten. Es handelt sich um eine Art Phantasie über das Bild des „Bardo, jener Welt, in die laut dem Tibeter Buddhismus die tote Seele neunundvierzig Tage nach dem Tode bis zu ihrer Wiedergeburt eingeht. Der „Bardo” besteht aus drei Zeitabschnitten. Der erste steht für die Trennung der toten Seele vom Körper und den weltlichen Erinnerungen, der zweite für die Begegnung der Seele mit der eigentlichen Substanz, der dritte steht für die Vorbereitung auf das Leben nach dem Tode, also die Wiedergeburt. Mein Stück bezieht sich auf den ersten Abschnitt, weshalb ich es „Bardo I“ genannt habe“, schreibt der Komponist über sein Stück.