Auf dem Programm stehen das 1880 uraufgeführte Konzert für Violine und Orchester in a-Moll, op. 53, von Antonín Dvo?ák und Auszüge aus dem Zyklus sinfonischer Dichtungen „Mein Vaterland“ von Bed?ich Smetana. Dieser war vor allem Opernkomponist und als solcher Begründer der eigenständigen Tschechischen Kunstmusik. Sein Zyklus symphonischer Dichtungen „Mein Vaterland“ („Ma vlast“) nimmt in diesem Zusammenhang eine überragende Position ein. Der sechsteilige Zyklus, auch wenn er nach und nach, von 1874 bis 1879 zusammenwuchs, bildet ein planvolles Ganzes und zeigt die Einzigartigkeit dieser monumentalen Dichtung in Tönen. Die stilistische Homogenität wirkt um so erstaunlicher, als der größte Teil des Werks in völliger Taubheit komponiert wurde, zum Schluss von einem nervlich zerrütteten, von Depressionen heimgesuchten Mann. Solistin ist Sophia Jaffé (Violine). Das Radio-Sinfonieorchester Prag wurde 1926 gegründet Die ersten großen Erfolge verzeichnete das Orchester in der Nachkriegszeit unter der Leitung von Karel An?erl sowie unter Alois Klima und Jaroslav Krombholc. Außerdem arbeitete das Orchester mit herausragenden Dirigenten wie Charles Münch, Franz Konwitschny, Hermann Scherchen, Gennadij Roshdestvenskij, Serge Baudo, Leif Segerstam oder Charles Mackerras. Das Radio-Symphonieorchester Prag gilt als eines der besten Rundfunkorchester Europas.Sophia Jaffé wurde 1980 in Berlin geboren und trat im Alter von acht Jahren in der Berliner Philharmonie auf. Sie studierte bei Herman Krebbers in Amsterdam und bei Stephan Picard an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin. Nach ihrer akademischen Ausbildung absolvierte sie Meisterkurse bei Zakhar Bron, Rainer Kussmaul und Tatjana Grindenko. Inzwischen tritt sie regelmäßig als Solistin und Kammermusikerin in Deutschland und im Ausland auf. Sofia Jaffé ist Preisträgerin verschiedener Wettbewerbe; So erhielt sie 1999 den Förderpreis der Brahms-Gesellschaft Baden-Baden, 2001 den Mozart-Preis der Mozart-Gesellschaft Wiesbaden und im gleichen Jahr auch den ZONTA-Musikpreis. Vladimír Válek wurde 1935 geboren. Er studierte in Bratislava und an der Akademie der darstellenden Künste in Prag. 1975 wurde er Dirigent des Prager Sinfonieorchesters, 1985 Chefdirigent des Radio-Symphonieorchesters Prag, das sich unter seiner Leitung zu einem der einflussreichsten Rundfunkorchester Europas entwickeln konnte. Seine Diskografie umfasst über einhundert Einspielungen, die er zu einem großen Teil mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester und der Tschechischen Philharmonie einspielte. Eine Aufnahme von Ervín Schulhoffs Klavierkonzerten mit dem Solisten Jan Simon und dem Radio-Symphonieorchester Prag gewann 1996 den Cannes Classical Award der Musikkritik im Rahmen der Internationalen Musikindustriemesse Midem. Das Konzert beginnt um 20.30 Uhr. Tickets gibt es im Kurhaus Meran, Freiheitsstraße 29 und unter der Telefonnummer 0473/212370.