Samstag, 09. Dezember 2017

Hunderttausende Franzosen erweisen Hallyday die letzte Ehre

In Paris haben Hunderttausende Franzosen der verstorbenen Rockikone Johnny Hallyday die letzte Ehre erwiesen. Präsident Emmanuel Macron sagte am Samstag bei der Gedenkfeier vor der Kirche La Madeleine, der Musiker sei „ein Teil von uns selbst, ein Teil von Frankreich” gewesen.

Die Rockikone starb im Alter von 74 Jahren. - Foto: APA (AFP)
Die Rockikone starb im Alter von 74 Jahren. - Foto: APA (AFP)

Zuvor war der Leichenwagen mit den sterblichen Überresten Hallydays begleitet von einer Motorrad-Eskorte vom Triumphbogen über die Champs-Elysees bis zum Concorde-Platz gefahren. An dem Trauerzug sollen laut Polizei zwischen 800.000 und eine Million Menschen teilgenommen haben.

Zahlreiche Fans verfolgten, wie der weiße Sarg in die Madeleine-Kirche getragen wurde, deren Fassade mit einem riesigen Porträt des Sängers geschmückt war. Macron sprach in seiner Rede von einer „Liebesbeziehung” der Franzosen zu Hallyday. Viele seien so traurig, als hätten sie ein Familienmitglied verloren.

Der beliebte Sänger war in der Nacht auf Mittwoch im Alter von 74 Jahren an Lungenkrebs gestorben. In seiner mehr als 50-jährigen Karriere verkaufte er über hundert Millionen Platten und gilt damit als einer der erfolgreichsten Künstler Frankreichs. (STOL hat berichtet)

Ähnlich große Menschenmengen kamen für einen verstorbenen Künstler nur zweimal in der jüngeren französischen Geschichte zusammen: Nach dem Tod von Chanson-Sängerin Edith Piaf 1963, an der sich rund 500.000 Menschen beteiligten, und bei der nationalen Trauerfeier für den Schriftsteller Victor Hugo 1885. Dazu kamen laut der Presse der damaligen Zeit rund zwei Millionen Menschen.

apa/ag.

stol