Donnerstag, 27. August 2020

Kindersingwochen stoßen auf großen Anklang

„Das Tolle an der Singwoche ist, dass wir nicht nur singen, sondern auch tanzen und Theater spielen“, sagten die teilnehmenden Kinder der Kreativ-Aktiv-Singwoche in der Musikschule Meran.

: Bei den Kreativ-Aktiv-Wochen des Südtiroler Chorverbandes wurde wie hier in der Musikschule Meran auch getanzt und Theater gespielt.
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: Bei den Kreativ-Aktiv-Wochen des Südtiroler Chorverbandes wurde wie hier in der Musikschule Meran auch getanzt und Theater gespielt. - Foto: © Südtiroler Chorverband
In der letzten Augustwoche trafen sich hier jeden Vormittag 15 Kinder im Grundschulalter, 6 Buben und 9 Mädchen, und haben gemeinsam mit 2 Referentinnen ein eigenes kleines Musical entwickelt. Veranstaltet hat diese Woche der Südtiroler Chorverband in Zusammenarbeit mit der Musikschule Meran.

„Das Ziel war, eine Alternative zu den ausgefallenen großen Singwochen zu schaffen“, erklärt Verbandsobmann Erich Deltedesco. Doch es gab nicht nur die Singwoche in Meran. Seit Juni wurden an verschiedenen Musikschulen in Südtirol diese Vormittage organisiert.

Diese kamen bei den Kindern gut an, wie auch Verbandschorleiterin Renate Unterthiner bestätigt: „Die Kinder kamen mit viel Motivation und Freude. Zu den insgesamt 6 Singwochen in Bruneck, Seis, Vintl, Villnöß und Meran haben sich viele Kinder angemeldet“.

Musicals zum Thema Mobbing aufgeführt

In Meran fand nun die letzte dieser Singwochen statt. Elisa Vieider, die gemeinsam mit Isabella Stricker den Kurs leitet, erklärt: „Wir entwickeln ausgehend von einem Kinderbuch zum Thema Kinderrechte gemeinsam mit den Kindern Theaterszenen, Tanzszenen und singen natürlich auch viele Lieder. So entsteht ein kleines Musical, das wir dann filmen und den Eltern schicken“.

Da die Kinder in 2 kleinen Gruppen arbeiten, entstanden sogar 2 verschiedene Musicals – zum Thema Mobbing und zum Problem, dass alle Kinder ein Recht auf elterliche Fürsorge haben. „Wir werden uns dann abschließend gegenseitig die Musicals aufführen. Die Proben zeigen, dass die Kinder mit viel Freude dabei sind. Sie schlagen selbst Tanzposen und Themen vor und entwickeln die Vorschläge der Musiklehrerin weiter“, erklärt Stricker.

Kinder musizieren auch mit eigenen Instrumenten

„Wir haben Impulse mitgebracht, aber von den Kindern ist ganz viel gekommen, es war ein gegenseitiges Lernen“, betont Elisa Vieider. Auf die Frage, warum sie zum Kurs gekommen sind, sagen die Kinder: „Weil wir gerne singen und in der Freizeit etwas tun wollten“. Sogar ihre eigenen Musikinstrumente bringen sie mit und ergänzen damit das Repertoire aus modernen Kinderliedern und Popliedern, die hier vor allem erklingen.

Die Lieder werden am Klavier einstudiert. „Das Besondere an dieser Woche ist, dass die Kinder in kleinen Gruppen singen und spielen – im Vergleich zu den großen Singwochen hat das den Vorteil, dass man gute persönliche Beziehungen aufbauen kann und dass es auch nicht so anstrengend ist:“

Denn im Gegensatz zu den traditionellen Sommerwochen gehen hier die Kinder zu Mittag nach Hause. „Wir haben viel Spaß gehabt und auch viel Neues gelernt“, sind sich Kinder und Kursleiterinnen einig.

stol