Sonntag, 24. Mai 2020

Aufnahmeprüfungen im „Kons“ an Corona-Zeiten angepasst

Das Coronavirus hat auch die Welt der Kunst durcheinandergebracht: Museen mussten geschlossen, Aufführungen und Konzerte abgesagt werden. Und auch die Aufnahmeprüfungen des Konservatoriums in Bozen mussten den aktuellen Anforderungen angepasst werden.

Das Konservatorium Monteverdi hat die Bedingungen für die Aufnahmeprüfungen geändert.
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Das Konservatorium Monteverdi hat die Bedingungen für die Aufnahmeprüfungen geändert. - Foto: © eg - Erika Gamper
„In einer so komplexen Zeit wie der Covid-19-Ära scheint sich in unserer Welt alles schneller zu verändern und natürlich kann auch die Kunst diese epochalen Veränderungen nicht ignorieren. Und vielleicht - wer weiß - wird sich auch die Art der Auftritte und die Organisation von Konzerten in Zukunft ändern. Sicher ist, dass sich in der Zwischenzeit auch die Art und Weise der Prüfungen am Konservatorium ändert“, schreibt die Bozner Musikhochschule in einer Aussendung.

Angehende Studierende, die sich für die Zulassung zu einem Studiengang für Musikunterricht, alpenländische Volksmusik, Instrument und/oder Gesang, elektronische Musik, Orchesterleitung und/oder Komposition jeder Art und Stufe (Vorbereitungskurse, Triennium, Triennium für besondere Begabungen, Einzelkurse, Biennium, Master der ersten und zweiten Stufe) interessieren, müssen ihre Bewerbung per E-Mail zusammen mit der Kopie der Einzahlungsbestätigung von 6,04 Euro auf das Postkontokorrent Nr. 1016, senden.

10-minütige Videoaufnahme einsenden


Die wichtigste Neuigkeit aber ist, dass für die meisten Instrument- oder Gesangskurse der erste Teil der Aufnahmeprüfung nicht mehr in einem Klassenzimmer im Konservatorium Monteverdi stattfindet, sondern dass es ausreicht, eine Videoaufnahme von etwa 10 Minuten Länge (aufgenommen in einer einzigen Sitzung ohne Schnitte oder Bearbeitung, auch von einem einfachen Mobiltelefon aus) und bezogen auf das gewählte Studienniveau mit E-Mail zu senden.

Ende Einreichtermin der Gesuche für diese erste Session ist Dienstag, der 30. Juni.

Die angehenden Studierenden werden dann von der Prüfungskommission für eventuelle Integrationen und/oder andere Eignungstests kontaktiert.

Auf diese Weise können sie in Sicherheit an den Prüfungen teilnehmen und die Prüfungskommissionen haben Zeit, die Videos zu analysieren und eine bessere Auswahl zu treffen.

Auch ausländische Studenten aus fernen Ländern wie Mexiko, Argentinien, oder Japan haben somit die Möglichkeit, die Vorteile der neuen Technologien zu nutzen und sich teure und manchmal erfolglose Reisen zu ersparen.

Sollte sich dieser experimentelle Weg der Aufnahmeprüfungen als wirksam erweisen, könnte dies das künftige Standardverfahren für die Auswahl neuer angehender Studenten werden.

stol

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