Reed sei auf der Halbinsel Long Island bei New York vermutlich an den Folgen einer Lebertransplantation, der er sich im Fr?hjahr unterzogen hatte, gestorben, sagte sein US-Agent Andrew Wylie der ?New York Times?. Zuvor hatte das US-Musikmagazin ?Rolling Stone? ?ber den Tod Reeds berichtet.Reed, der in den 1960er und 70er Jahren mit der vom K?nstler Andy Warhol gef?rderten Punk-Avantgarde-Band Velvet Underground bekannt geworden war, war auch als Solos?nger weltweit erfolgreich.Zahlreiche Kollegen und Prominente betrauerten den Tod des Musikers beim Kurznachrichtendienst Twitter. ?Mein Freund Lou Reed ist am Ende seines Songs angelangt?, schrieb beispielsweise der Bestseller-Autor Salman Rushdie. ?So traurig.?Sie sei ihm ?extrem dankbar? f?r alles, twitterte die Schauspielerin Mia Farrow. Reeds Musik sei genau die seiner Generation und immer noch relevant, schrieb ihr Kollege Samuel L. Jackson. Und der Hip-Hop-Produzent Russell Simmons twitterte: ?New York hat eines seiner gr??ten Geschenke verloren.?Die von Gro?stadt-Erfahrungen gepr?gten Texte Reeds ?ber Sex, Gewalt und Drogen kombiniert mit dem Hang seines Bassisten John Cale zu Klangexperimenten ergaben den charakteristischen d?ster-schr?gen Sound der Band. Der stand damals vollkommen kontr?r zu den heiteren Kl?ngen der Flower-Power-Bewegung.Das erfolgreiche und von der Kritik gelobte Album ?Loaded? ? das deutlich Reeds Handschrift tr?gt ? kam erst kurz nach dessen Bandausstieg 1970 auf den Markt. St?cke wie ?Sweet Jane? oder ?Rock'n'Roll? wurden zu Klassikern in seinem Repertoire. Legend?r sind auch seine Soloalben ?Transformer?, ?Metal Machine Music? sowie seine Comeback-CD ?New York?. 1996 wurde Reed als Mitglied von Velvet Underground in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.Zuletzt widmete er sich verst?rkt neuen Projekten und arbeitete mit K?nstlern, Theater- und Filmemachern wie Robert Wilson, Wim Wenders und Julian Schnabel zusammen sowie mit der Metal-Band Metallica und seiner Ehefrau, der Performance-K?nstlerin Laurie Anderson.Die Zeit sei furchtbar schnell vergangenen, hatte Reed noch j?ngst in einem Interview gesagt, ?Wie konnte das passieren? Das h?rt nie auf, mich zu verwundern. Gerade war ich doch noch 19.?dpa