Sonntag, 19. April 2020

„Mad Puppets“ melden sich mit Corona-Version von „Nix Los“ zurück

Es gibt Dinge, die passieren extrem selten: Etwa eine Pandemie, oder dass das Turiner Grabtuch in der Öffentlichkeit gezeigt wird, oder dass Mad Puppet einen Song veröffentlichen. Letzteres geschah an diesem Wochenende.

Nix Los, die Corona-Edition.
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Nix Los, die Corona-Edition. - Foto: © privat
Die Südtiroler Altrocker von „Mad Puppets“, die heuer ihr 40-jähriges (!) Bandjubiläum feiern, arbeiten gerade an ihrer neuen LP (ja, richtig, Vinyl, das schwarze unhandliche Zeug, das man nur auf einem Plattenspieler abspielen kann, dafür aber auf beiden Seiten!), die zum Jahresende erscheinen soll. Wie alle sind natürlich auch die „Puppets“ von Corona und anderen Plagen heimgesucht worden. Grund genug, ihren alten Song aus dem Jahre 1983 „Nix Los“ wieder aus dem Keller zu holen und einer Erfrischungskur zu unterziehen.

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Inhaltlich passt der Song „in Corona times“ noch genauso wie vor mittlerweile 37 Jahren, als er in der altehrwürdigen Guntschna Bar erfunden, geschrieben und dann zu einer Art Landeshymne unter den Südtiroler Jugendlichen von damals wurde: „Nix los, olle Tog die gleiche Soß“. Natürlich ist der Text in pandemischen Zeiten textlich adaptiert worden und nun steht das Warten auf die Lockerung des Lock Downs im Vordergrund „wegen an Virus in der Nos“, aber auch das unendlich langweilige Ausharren zuhause: „nix los, ´s kralt dr Hols, es rinnt die Nos, nix los, ungwiss isch di Diagnos, I bin in Hausarrest, und wort grantig auf meinen test“.

Vor der 1980er Ur-Besetzung (selten war eine Bezeichnung richtiger) sind noch der Gitarrist Christoph Senoner, der Keyboarder Manni Kaufmann und (wieder nach vielen Jahren der Abstinenz) der Sänger Manfred Schweigkofler übrig geblieben. Seit der ersten Einspielung auf CD von „Nix Los“ 1 für die Südtiroler Liederszene im fernen 1991 ist auch Bassist Tom Pichler dabei, der mit Michael Mock am Schlagzeug seit vielen Jahren für die richtige rhythmische Basis sorgt.

In Quarantäne-Zeiten mit verhängtem Ausgehverbot wurde natürlich auch „Nix Los in Corona Times“ virtuell eingespielt und mit Sequenzen der alten Aufnahme vermischt, übrigens von Fabian Pichler – figlio d´arte – der aktuell auch die nächsten Songs von „Mad Puppet“ mischt, die demnächst erscheinen sollen. Bereits in 2 Wochen wird „Black Swan“ erwartet, dann wieder im bewährten und bekannten „Mad Puppet“ Style & Sound, englischer progressiv Rock in klassischer Besetzung: Schlagzeug, Bass, Gitarre, Keyboards, Gesang. 7-8 Songs sollen auf die LP „Black Swan“, die allesamt schon eingespielt sind und nun sukzessive verfeinert und am Mischpult in die endgültige Form gebracht werden. Ob es wieder (legendär gewordene) Live-Auftritte von „Mad Puppet“ geben wird, steht noch in den Sternen, denn „Mad Puppet“ live on stage waren ja immer schon noch seltener als … (siehe oben).

stol/pm

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