Auf dem Programm stehen – neben der Erstaufführung des Werks „?????? t?? ??????“ („Zyklus einer Krise““), das die junge Südtiroler Komponistin Manuela Kerer im Auftrags des Orchesters komponiert hat – das Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 in g-Moll, op. 63 von Sergej Prokofiev und die Symphonie in C von Igor Strawinsky. Solist ist Sergej Krylov (Violine).Manuela Kerer und die Krise Der Begriff „Krise” hat viele Gesichter: Man spricht von Krise angesichts sozialpolitischer Instabilität oder des Niedergangs ziviler Institutionen, bei einer Störung des friedlichen Zusammenlebens oder bei Auflösung einer Regierung nach Rücktritt oder Misstrauensvotum. Auch ein schmerzhafter seelischer Zustand wird als Krise bezeichnet. Seit es im Jahre 2008 zu einer bis heute andauernden Störung des internationalen Wirtschaftssystems kam, ist die „Krise“ in aller Munde. Dabei ist ihr Konzept uralt, wenn man allein an die erste große Krise des Römischen Reiches und an die gallische Katastrophe um 385 v.Chr. denkt. Eine Krise vollzieht sich in verschiedenen Phasen und der Zyklus einer Krise (?????? t?? ??????) wird als Wechselspiel dieser Phasen definiert, die verschieden stark ausgeprägt sein können. Wohlstand, Rezession, Depression, Aufschwung: Manuela Kerer hat ihr Ohr in diese Phasen versetzt. Durch die Vermischung dieser Wahrnehmung zu musikalischen Momentaufnahmen und den Einsatz von Aktiennotierungen zur Anweisung der Art von Glissando und Vibrato hat sie das Konzept einer Krise in ihre ureigene experimentelle Sprache übersetzt: die Musik.Die Symphonie in C von Igor StrawinskyStrawinsky schrieb seine Symphonie in C zwischen 1938 und 1940. Dieses viersätzige Werk von 40 Minuten Dauer entstand damit in einer schwierigen Lebensphase des Komponisten. 1938 und 1939 starben seine Tochter Ludmilla, seine Frau Katerina und seine Mutter. Im September 1939 veranlasste ihn dann der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs dazu, in die USA zu emigrieren Trotzdem sind diese Katastrophen in Strawinskys Musik kaum zu hören. Diese Symphonie steht dann auch für die Wandlung des Komponisten vom musikalischen enfant terrible zum modernen Maestro, der ein amerikanisches Publikum erreichen will.Sergej Krylov Der Violinist Sergej Krylov wurde 1970 in Moskau geboren und entstammt einer bekannten Musikerfamilie. Krylov trat im Alter von sechs Jahren zum ersten Mal öffentlich auf. Mit zehn debütierte er mit Orchester. 1981 übersiedelte die Familie nach Italien. Sergej Krylov studierte bei Leonid Kogan, Sergej Kravchenko, Abram Stern und Salvatore Accardo Im Jahr 2000 gewann er den renommierten Fritz Kreisler-Wettbewerb in Wien, im gleichen Jahr wurde ihm auch die Auszeichnung „Premio Viotti d'Oro“ zugesprochen.TicketsDas Konzert beginnt in Bozen um 20 Uhr und wird am 2. Februar im Rahmen der Reihe „Musik Meran“ (Kursaal, 20 Uhr) wiederholt. Tickets sind an den Kassen des Stadttheaters erhältlich (Tel. 0471/053800). ___________________________________________________________ Diese E-Mail wurde von Surfcontrol - Blackspider geprueft.___________________________________________________________