Ein Chorleiterpaar, das gleichzeitig Ehepaar und Elternpaar ist – das dürfte in Südtirol Seltenheitswert haben: Kennengelernt haben sich Aaron und Martha, wie es sich für ein musikalisches Paar gehört, bei einem Chorleiterworkshop. Martha, die aus der Nähe von Würzburg stammt, ließ sich von der Liebe nach Südtirol locken – und hat damit die regionale Musikszene um eine inspirierende Chorleiterin bereichert. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1128504_image" /></div> <BR /><BR />Während Aaron in der ersten „Femmetastic“-Saison 2022 noch allein das Zepter – oder besser den Taktstock – führte, sind nun beide gemeinsam für den Chor verantwortlich. Und das aus gutem Grund: Seit einem Jahr begleitet ihre kleine Tochter Alma das musikalische Familienleben.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1127973_image" /></div> <BR /><BR /><BR />Alma ist nicht nur das jüngste, sondern auch das fröhlichste Ehrenmitglied des Ensembles: Sie lacht, klatscht und wippt im Takt, während ihre Eltern mit den 16 Sängerinnen an den Stücken feilen. Seit September wird monatlich jeweils an einem Samstag geprobt, wobei sich die Eltern geschickt abwechseln: Wenn Martha dirigiert, kümmert sich Aaron um Alma – und umgekehrt.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1128507_image" /></div> <BR /><BR />Das diesjährige Konzertmotto lautet „Spes – Lieder der Hoffnung“. Ein Thema, das sich quasi von selbst ergab, als die Chorleiter sich durch die unendlichen Weiten der Chorliteratur wühlten. „Wir haben so viele Listen gemacht, Lieder rausgesucht, wieder verworfen – und dann hatten wir plötzlich eine Gruppe von Stücken, die zusammenpassten“, erzählt Martha. Eines der Lieder trug den Titel „Spes“, lateinisch für Hoffnung – der perfekte Ankerpunkt für das Programm.<BR /><h3> Was hinter „Femmetastic“ steckt</h3>Der Name „Femmetastic“ setzt sich zusammen aus dem Französischen „femme“ (Frau) und „fantastisch“. Gegründet wurde das Ensemble im Rahmen eines Projekts mit dem Männerensemble „StimMen“. Einige der späteren „Femmetastic“-Frauen hatten im Männerensemble für ein Konzert mitgesungen – daraus entwickelte sich die Idee für einen eigenen Frauenchor. Viele der Sängerinnen kannten sich bereits aus anderen musikalischen Projekten, sei es aus dem Südtiroler Landesjugendchor, Chören in Gröden oder dem Universitätschor Innsbruck.<BR /><BR />Die musikalische Vorbereitung für die beiden Chorleiter beschränkt sich freilich nicht auf die Proben. Zuhause wird weiter diskutiert – allerdings nicht zwischen Kochtopf und Geschirrspüler. „Wir nehmen uns bewusst Zeit für die Musik“, sagt Martha. „Am Abend setzen wir uns hin und planen die Probe, überlegen gemeinsam den Konzertaufbau und das Repertoire.“<BR /><BR />Die gemeinsame Chorleitung ist nicht nur ein Familienprojekt, sondern auch eine kreative Bereicherung. „Man beschäftigt sich ja ohnehin viel mit dem Chor“, sagt Aaron. „Aber es ist schön, sich gemeinsam auszutauschen und Ideen weiterzuentwickeln.“<BR /><BR />Die Begeisterung ist spürbar – und wird sich garantiert auf das Publikum übertragen. Wer sich selbst von der musikalischen Strahlkraft des Chors überzeugen möchte, sollte sich die kommenden Konzerte nicht entgehen lassen. Spes – Hoffnung – ist schließlich eine Botschaft, die man sich nicht oft genug ins Herz singen lassen kann.<h3> Konzerttermine:</h3><b>Samstag, 22. Februar, 20 Uhr, in Bozen, Salewa Conference Hall<BR />Sonntag, 23. Februar, 17 Uhr, in Brixen, Cusanus Akademie<BR /><BR />Der Eintritt ist frei. Keine Reservierung erforderlich.</b>