Im Rahmen von «Emporium ‘900» werden Professoren des Bozner Konservatoriums zusammen mit einigen ihrer besten Studenten konzertieren.Im Konzert werden Alessandra Brustia (Klavier), Ayumi Tovazzi (Geige), Roberto Gander (Klarinette) und Roberto Trainini (Cello) zusammen mit den Studenten Stefania Pigozzo (Klavier) und Giorgia Gneseti (Klarinette) auftreten. Es werden “Le Quatour pour la fin du temps” für Klarinette, Geige, Cello und Klavier von Olivier Messiaean und die Sonate für Klarinette und Klavier von Francis Poulenc (1899-1963) aufgeführt. «Emporium ‘900» möchte eine musikalische Werkstatt sein, die dem Publikum Meisterwerke aus dem frühen französischen XX. Jh. vorstellt, darunter einige, die sehr selten und andere, die fast nie zusammen an einem einzigen Abend aufgeführt werden. Paris, die Hauptstadt der Kultur, war ein wichtiges Zentrum der Reflexion und der Experimente in der europäischen Musik-Debatte. Während die Musik in Wien und Berlin völlig neue Wege einschlug, um dem Repertoire der Vergangenheit entgegenzuwirken, versuchte man es in Frankreich mit einer Annäherung an das Altertum. Nach dem Motto von Giuseppe Verdi «zurück zur Antike um das Moderne schaffen zu können» entwickelte sich in Frankreich ein Interesse für alte Formen, die aber mit modernem Geschmack verstanden wurden. Das war für Ravel und Debussy ein Grund mehr, die Musiktradition des Barocks zu vertiefen und verstehen zu lernen. Anders der Weg von Messiaen, der sich manchmal sogar vom Mittelalter, der Schule von Notre Dame, inspirieren ließ, und eine radikale, chromatische Musiksprache benutzte. Die nuancenvolle, französische Musik, die in den geschlossenen Kreisen der großzügigen und mutigen Mäzenen entstanden war, und in deren Häuser mehrere wichtige Premieren stattfanden, zeichnet sich durch Farbentiefe und Eleganz aus. Das Konzert beginnt um 20 Uhr, der Eintritt ist frei. Das dritte Konzert “Emporiums '900” findet am 13. Mai statt.