Auf dem Programm stehen zwei Klassiker aus Russland: Das Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 in b-Moll, op. 23 von Peter Tchaikovsky und die sinfonische Suite aus „Tausendundeiner Nacht“, op. 35 „Scheherazade“ von Nikolai Rimski-Korsakov. Das Prague Philharmonia Orchestra wurde 1992 von Mitgliedern des von Claudio Abbado geleiteten Gustav-Mahler-Jugendorchesters unter dem Namen „Junge Kammervirtuosen" gegründet. 1993 übernahm der Dirigent Jirí Belohlavek die Leitung das in „Neues tschechisches Kammerorchester" umbenannten Ensembles, das bereits ein Jahr später beim Jungen Podium in Karlsbad mit einem wichtigen Preis ausgezeichnet wurde. 1994 wurde aus diesem Orchester die Philharmonia Prag, deren Grundformation heute zirka 40 Musiker und Musikerinnen umfasst. Das Ensemble gehört zu den Eliteorchestern seines Landes. Das Repertoire reicht von der klassischen und romantischen Standardliteratur des 18. und 19 Jahrhunderts bis zu selten gespielten Kompositionen aus dem 20. Jahrhundert. Nachdem er als Instrumentalist den Gipfel der Musikwelt erklommen hatte, trat Maxim Vengerov in die Fußstapfen seines Mentors Mstislav Rostropovich und wandte sich dem Dirigieren zu, wobei er seine Sensibilität und seine große Musikalität auf das Podium bringt. Vengerovs Debüt als Dirigent in der Carnegie Hall – 2007 im Rahmen der Nordamerikatournee des Verbier Festival Orchestra – wurde von der Presse gefeiert: „Die Musiker reagierten auf ihn geradezu magnetisch“, schrieb Vivien Schweitzer von der New York Times. Vengerov, dessen Werdegang zum Geigensolisten im Alter von fünf Jahren begann, gewann namhafte internationale Wettbewerbe, arbeitete mit den größten Dirigenten der Welt zusammen und spielte das gesamte Repertoire für Violine bei mehreren renommierten Plattenlabels ein, darunter Teldec Classics und EMI. Er erhielt zahlreiche begehrte Preise und Nominierungen, darunter den Grammy und den Gramophone Artist of the Year. Maxim Vengerov ist Ehrenprofessor an vielen führenden Musikhochschulen der Welt, darunter an der Royal Academy of Music in London.1997 wurde Vengerov als erster klassischer Musiker zum UNICEF-Botschafter für Musik ernannt.Nicht nur in der Klassikszene gilt er als „Paradiesvogel“: Der 1970 in Ankara geborene Komponist und Pianist Fazil Say ist in Jazz und Klassik zu Hause. Seine Diskographie umfasst Gershwins „Rhapsody in Blue" und „I got Rhythm Variations" mit dem New York Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Kurt Masur, ein Bach-Recital oder Strawinskys eigene Bearbeitung für vier Hände des „Le Sacre du Printemps". Diese Einspielung wurde 2001 mit dem Echo-Preis Klassik und dem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. 2007 war er Präsident des renommierten Jazz-Festivals in Montreux. 2008 wurde Fazil Say zum „Kulturbotschafter“ der Europäischen Union ernanntTicketsDas Konzert der 26. Meraner Musikwochen beginnt um 20.30 Uhr.Tickets sind im Meraner Kurhaus bzw. unter der Telefonnummer 0473/212370 erhältlich.