Dienstag, 11. Juni 2019

Radiohead veröffentlicht gehackte Aufnahmen für guten Zweck

Die britische Rockband Radiohead hat sich mit einer ungewöhnlichen Aktion gegen Datenklau gewehrt.

Die Band Radiohead wurde gehackt und spendet die die gestohlenen Songs nun dem guten Zweck.
Die Band Radiohead wurde gehackt und spendet die die gestohlenen Songs nun dem guten Zweck. - Foto: © shutterstock

Die Band veröffentlichte am Dienstag rund 18 Stunden Aufnahmen aus der Zeit ihres dritten Studioalbums „OK Computer“, das im Jahr 1997 erschienen war. Fans können sich die Sammlung von Demos, Alternativversionen und Liveaufnahmen auf der Webseite Bandcamp für 18 Pfund (rund 20 Euro) herunterladen.

Den Erlös will die Gruppe der Klimaschutzorganisation Extinction Rebellion zugutekommen lassen. Hintergrund war nach Angaben von Gitarrist Jonny Greenwood, dass das Material zuvor gehackt worden war. Die Datendiebe hatten angeblich eine Lösegeldforderung von 150.000 Pfund gestellt, ansonsten wollten sie es veröffentlichen. Doch die Band kam ihnen jetzt zuvor: „Für 18 Pfund könnt ihr jetzt also herausfinden, ob wir das Lösegeld hätten zahlen sollen“, schrieb Greenwood auf Twitter. Er warnte aber zugleich: „Es ist nur am Rande interessant. Und sehr, sehr lang.“ Vielleicht deshalb soll das unverhofft veröffentlichte Bonusmaterial nur 18 Tage lang zum Herunterladen verfügbar sein.

apa/dpa

stol