Sonntag, 20. Januar 2019

Rolando Villazón sieht in Mozart „einen Freund fürs Leben“

Der neue künstlerische Leiter der Salzburger Mozartwoche, Rolando Villazón, will das traditionsreiche Festival zu seinen Wurzeln zurückführen. „Ich habe mich gleich zu Beginn entschieden (...), ausschließlich Mozarts Musik zu programmieren – Mozart pur“, sagte Villazón der Deutschen Presse-Agentur. Dabei werde er, wie schon in diesem Jahr, auch selbst auftreten und wahrscheinlich auch eine Regie übernehmen.

Ausschließlich Mozarts Musik will Rolando Villazón auf das Programm der Mozartwoche setzen.
Ausschließlich Mozarts Musik will Rolando Villazón auf das Programm der Mozartwoche setzen.

„Ich sehe meine Rolle nicht in erster Linie als Interpret, sondern mehr als Botschafter und Kurator. Das heißt aber nicht, dass ich gar nicht singen werde – immer da, wo es passt, werde ich es mit größtem Vergnügen tun.“ Die Mozartwoche wurde 1956 von der Internationalen Stiftung Mozarteum zur Feier von Mozarts Geburtstag am 27. Januar ins Leben gerufen. Dieses Jahr dauert sie vom 24. Januar bis zum 3. Februar.

Der 46-jährige mexikanische Tenor, Regisseur und Schriftsteller – er arbeitet gerade an seinem dritten Roman – bekundete eine große Nähe zu Mozart und dessen Musik. „Interessanterweise war die erste Oper, die ich als junger Student am Konservatorium in Mexiko gesungen habe, von Mozart. Danach habe ich mich eher dem romantischen Repertoire zugewandt, was sicher auch daran lag, dass dieses Repertoire in Mexiko sehr beliebt ist.“

Vor etwa 9 Jahren sei Mozart dann „mit voller Macht“ zurück in sein Leben gekehrt. „Ich war eingeladen, den Don Ottavio in Mozarts Oper 'Don Giovanni' zu singen und aufzunehmen. Zur Vorbereitung habe ich Mozarts Briefe gelesen und dabei einen wahren Freund fürs Leben gefunden.“

dpa 

stol