Das Publikum darf sich auf drei prominente Werke aus den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts freuen: Das Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 in B-Dur, op. 83, von Johannes Brahms und die sinfonischen Dichtungen „Tod und Verklärung“, op. 24, und „Don Juan“, op. 20, von Richard Strauss. Solist ist Davide Cabassi (Klavier). Der 1976 in Mailand geborene Davide Cabassi gab im Alter von dreizehn Jahren sein Orchesterdebüt mit dem RAI-Symphonieorchester. Außerdem arbeitete er mit den Münchner Philharmonikern, der Neuen Philharmonie Westfalen, dem Russischen Kammerorchester und verschiedenen italienischen Orchestern zusammen. Nach seinem Abschluss am Mailänder Konservatorium „Giuseppe Verdi“ verbrachte Cabassi einige Jahre als einer der wenigen ausgewählten Studenten an der Internationalen Stiftung für Klavier in Cadenabbia, wo er unter anderem bei Karl Ulrich Schnabel, Dmitri Bashkirov, Leon Fleisher, Rosalyn Tureck und William Grant Naboré studierte. Konzerte führten ihn nach Österreich, China, Frankreich, Deutschland, Japan, Portugal, Skandinavien und in die Schweiz, gekrönt von Auftritten im Salzburger Mozarteum und in der Philharmonie am Gasteig in München. Als einer der Preisträger des 12. Van Cliburn-Klavierwettbewerbs 2005 wurde Davide Cabassi zu zahlreichen Konzerten in den USA verpflichtet. Seit 2007 unterrichtet er am Konservatorium in Bozen. Mit dem Haydn Orchester unter Gustav Kuhn trat er 2007 und 2008 im Konzerthaus in Bozen auf.Richard Strauss über „Don Juan“ „Alles klingt famos und kommt prächtig, wenn es auch scheußlich schwer ist. Die Geschichte wird einen Mordseffekt machen – auf 50 Noten mehr oder weniger kommt es ja nicht an“, schreibt der 25-jährige Richard Strauss über seine Tondichtung für großes Orchester „Don Juan“. Als dritter Kapellmeister an der Münchner Hofoper lässt er sich 1888 von einem unvollendeten Versdrama des 38 Jahre zuvor verstorbenen Biedermeier-Dichters Nikolaus Lenau zu diesem 20-minütigen Werk inspirieren. Im Herbst 1889 wechselt Strauss dann als 2. Großherzoglicher Hofkapellmeister nach Weimar. Am 11. November wird dort „Don Juan“ im Großherzoglichen Theater unter der Leitung des Komponisten uraufgeführt. „Also ´Don Juan`-Erfolg großartig, das Stück klang zauberhaft und ging ausgezeichnet und entfesselte einen für Weimar ziemlich unerhörten Beifallssturm“, schreibt der Komponist an den Vater. Der Dirigent und Strauss-Mentor Hans von Bülow berichtet seiner Frau, Maria von Bülow, zwei Tage nach der Weimarer Premiere: „Strauss hier ernorm beliebt. Sein ´Don Juan` vorgestern Abend hat einen ganz unerhörten Erfolg gehabt.“ Richard Strauss widmet die Komposition seinem Jugendfreund Ludwig Thuille. In „Don Juan“ führt Strauss den Einsatz der Orchesterstimmen zu einem frühen Höhepunkt. „Tod und Verklärung“ – die dritte sinfonische Dichtung aus der frühen Schaffensperiode des Komponisten – wird unter dessen Leitung 1890 in Eisenach uraufgeführt.Tickets sind an den Kassen des Stadttheater Bozen (Tel. 0471/053800) erhältlich.Das Konzert beginnt in Bozen um 20.30 Uhr und wird am 16. März in Trient (Auditorium) wiederholt.