Mittwoch, 15. Juli 2015

So klingt der neue Max von Milland

"Bis dir olls wieder gfollt“ heißt die neue Platte des Südtiroler Musikers Max von Milland, die ab Freitag in Südtirol erhältlich ist.

Max von Milland
Max von Milland

„Hallo, I bin der Max von Milland. Für olle de mi net kennen, i bin do Bua von […]“, stellte sich der Südtiroler Musiker vor zwei Jahr auf dem Zugluft-Fest in Brixen vor. Auf den ersten Blick wirkte er, wie ein ganz normaler Südtiroler. Von seinem Erfolg lässt er sich nicht verändern, bleibt mit beiden Beinen fest am Boden.

Von Höhen und Tiefen, Hoffnungen und Verlusten, von Sturm und Drang singt er, vom Leben eben. Mit seiner Popmusik versucht Max von Milland alltägliche Erlebnisse zu beschreiben, in allem versucht er stets das positive im Leben zu sehen und das seinen Fans zu vermitteln.

Der neue Max

„Diese Platte ist musikalisch lauter und textlich klarer als ihr Vorgänger. Ich wollte nicht immer nur der Max mit der akustischen Gitarre sein“, so der Musiker über sein zweites Album „Bis dir olls wieder gfollt“.

In Südtirol ist die Platte ab Freitag erhältlich, zeitgleich tritt er beim „Südtirol Festival“ in der Festung Franzensfeste auf (STOL hat berichtet). Für den Rest der Welt ist das Album erst ab 18. September in den Läden.

 

Das neue Album von Max von Milland. Foto: Max von Milland

Fast ein Jahr hat sich der gebürtige Brixner für das Album Zeit genommen. Er hatte genaue Vorstellungen und wollte diese umsetzen. In seiner eigenen Plattenfirma „0472 Records“ in München hat er die Songs aufgenommen. Der Name seiner Plattenfirma lässt schmunzeln, sind doch die Zahlen „0472“ die Telefon-Vorwahl seines Heimatortes.

 

Das Plattenlabel von Max von Milland. Foto: STOL

Dass es nicht einfach ist im Musik-Business Fuß zu fassen, weiß der Millander. Noch schwieriger wird die Sache, wenn man auch noch in einer Sprache singt, die nicht alle auf Anhieb verstehen.

Singen in Südtiroler Mundart: „Wieso denn nicht?“

Er wollte den Schritt dennoch wagen und auf „Südtirolerisch“ singen, bis heute hat er diese Entscheidung nicht bereut. „Ich bin mir der Schwierigkeit des Dialektes sehr bewusst, aber das ist mein Weg und den will ich gehen“, erklärt Maximilian Hilpold, so sein gebürtiger Name.

Seine ständig wachsende Fangemeinde geht den Weg mit ihm.

„Der Südtiroler Dialekt ist meine Sprache, in der ich mich ausdrücken kann. In der Mundart kann ich reden und singen, wie ich will. Ich habe keine Probleme die richtigen Begriffe und Ausdrücke zu suchen. Ich kann mich ausdrücken“, erklärt der Sänger und Songwriter seine Entscheidung.

 

Sympathisch und einfach wirkt der Musiker durch seine Mundart. Foto: STOL

„Es ist meine Heimat, mein Dialekt. Für mich war es nie eine Frage, warum ich denn nicht in der Südtiroler Mundart singen sollte“, so der Sänger. Trotz mehreren Aufforderungen seine Musik auch in Hochdeutsch oder Englisch aufzunehmen, hält Max nicht viel von der Idee.

In der Musikszene stößt Max von Milland auch auf viel positives Resümee: „Der grundsympathische Südtiroler Dialekt verringert die Distanz zwischen Künstler und Zuhörer“, so Florian Weber von den „Sportfreunde Stiller“.

„Dahoam“

Nach der Matura verließ Hilpold seinen Heimatort. „Ich wollte mal raus, die Welt sehen“, erzählt er. Max von Milland hat das Abenteuer in der Ferne gesucht und gefunden, dennoch hat er seine Heimat nie vergessen und im Herzen immer bei sich behalten.

„Früher oder später möchte ich wieder zurück nach Südtriol“, so der Musiker. Nach mehreren Jahren in Berlin lebt er derzeit in München. Dort fühlt er sich heimischer, als in der deutschen Hauptstadt. Und es liegt näher bei Südtirol. Heimatverbundenheit wird bei dem Musiker groß geschrieben.

 

Der Blick in die Ferne: Max von Milland liebt die Berge und die Natur Südtirols. Foto: STOL

„In der Ferne wurde mir bewusst, was ich an der Heimat habe“, gibt Max von Milland zu. Er genieße die Heimatbesuche und freue sich jedes Mal darauf, denn hier gehöre er hin.

„I bin do“

In seiner aktuellen Single gibt der Sänger tiefe Einblicke in seine Gefühlswelt. „De oane Klonigkeit, bevor du iaz geasch und dein Herz bold schun an ondern keart. De Johre do mit dir kearn a Leben long zu mir. Und egal wo auf der Welt du die vorliersch, jo i bin do“, singt der Südtiroler.

Es klingt ein wenig nach einer verflossenen Liebe. Der Millander bleibt auch hier seinem Motto treu und sieht das positive in der Sache, dass er das Beste daraus mitnehme, denn „die Johre mit dir, kehrn a Leben long zu mir“.

Fernsehauftritte 

Mit 14 lernte der Millander Gitarre spielen und kam seither nicht mehr von der Musik weg. Nach mehreren Bands-Gründungen und -auflösungen, entschied sich Max von Milland 2009 es alleine in der Musikbranche zu versuchen.

Max von Milland - Auf'm richtigen Weg:

 

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Sein Vorhaben klappte: Mit seinem ersten Album trat er als Vorband bei den „Söhne Mannheims“ und den „Sportfreunde Stiller“ auf und schaffte so den Durchbruch.

Mit dem „Bayerischen Förderpreis für junge Liedermacher“ wurde er 2011 ausgezeichnet. Es folgten mehrere Fernsehauftritte, unter anderem auch bei Viva.

 

Zwei Kumpels auf der Couch: Viva-Moderator Jan Köppen und der Sänger Max von Milland kennen sich noch aus den Studienzeiten, damals lebten sie in einer WG zusammen. Foto: VIVA

Der Südtiroler hat es schon weit geschafft, doch eines scheint klar: Für Max von Milland ist es noch lange nicht genug und es wird sicherlich noch mehr kommen.

stol/mu

stol