Freitag, 23. Oktober 2020

Claudia Pahl: „Ich will beim Singen die Menschen berühren“

Claudia Pahl hat es geschafft. Gleich 3 Jurorenstühle drehten sich bei ihrem Auftritt am Donnerstag bei „The Voice of Germany“ zu ihr um. STOL hat mit der Sängerin im Interview über ihren emotionalen TV-Auftritt gesprochen.

Die Jury war begeistert von Claudias Stimme.
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Die Jury war begeistert von Claudias Stimme. - Foto: © ProSieben-Richard Hübner
Interview: Philipp Trojer

Bisher hatte Claudia nur hinter gesperrter Tür in ihrem Zimmer gesungen, sodass nur wenige in den Genuss kommen konnten, ihrer Stimme zu lauschen. In der Jubiläumsstaffel von „The Voice“ hat die 25-jährige Pustererin am gestrigen Donnerstag zum ersten mal den Schritt auf eine Bühne gewagt und sich gleich einem Millionenpublikum gestellt – und hat begeistert.

Nach ihrer Interpretation von „Amazing Grace“ gab es nicht nur tosenden Applaus und „Standing Ovations“: Gleich 3 Jurorenstühle drehten sich für Claudia um und sicherten ihr so den Einzug in die „Battles“.

In einer Videobotschaft bedankt sich Claudia bei ihren Fans, die gespannt vor dem Fernseher mitgefiebert haben.

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STOL hat die junge Niederdorferin im Interview gefragt, mit welchen Gefühlen sie den Schritt auf die große Bühne gewagt hat und warum sie sich für das Team von Rea Garvey und Samu Haber entschieden hat.

STOL: Claudia, zunächst mal Gratulation zu deinem bewegenden Auftritt und zum Weiterkommen! Hand aufs Herz: Wie aufgeregt warst du, als es auf die Bühne ging?

Claudia Pahl: Ich muss sagen: Es war brutal!! Ich war richtig nervös. Dann stehen da noch die ganzen Kameras und die Redakteure reden auf dich ein und machen das ganze nur noch schlimmer. Mir war richtig schlecht bevor es auf die Bühne ging. Auch beim Auftritt selbst wurde es dann nicht besser – meine Knie haben gezittert und ich musste mich am Mikrofonständer festhalten, weil auch meine Hände so zittrig waren. Ich hab mich dann aber zusammengenommen, die Augen geschlossen und einfach gesungen, als wäre ich daheim in meinem Zimmer.




STOL: Du hast erzählt, dass du dich bisher zum Singen meistens in dein Zimmer eingesperrt hast. Wie kam es zur Entscheidung dich in einer TV-Show gleich einem Millionenpublikum zu stellen?

Pahl: Jeder, der singt, möchte auch gehört werden und sehen, wie es bei den Menschen ankommt. Ich hätte eigentlich große Lust selbst eine Band zu haben, mit der ich auftreten kann, aber dazu ist es irgendwie nie gekommen. „The Voice“ habe ich schon in den letzten Jahren gerne verfolgt und mir dabei immer gedacht, wie aufregend es wäre, selbst bei der Show mitzumachen. Ich habe aber nie daran geglaubt, dass ich dafür gut genug singen kann. In diesem Jahr hab ich mich dann entschlossen, es einfach mal zu probieren und mich zu bewerben, damit ich mir sagen kann: „Zumindest hast du es versucht“. Ich habe mir aber keine großen Chancen ausgerechnet. Als dann der Anruf kam, dass ich zur TV-Show eingeladen werde, konnte ich es gar nicht glauben und bin in Freudentränen ausgebrochen.

STOL: Und wie hast du dich gefühlt, als der Auftritt dann vorbei war?

Pahl: An die Momente direkt nach meinem Auftritt kann ich mich gar nicht mehr richtig erinnern. Alles war total surreal, wie im Traum. Ich konnte einfach nicht fassen, was da gerade passiert war. Auch das ganze Lob der Jury hat mich total überwältigt – es war einfach schön!


STOL: Was war das für ein Gefühl, als sich gleich 3 Stühle umgedreht haben?

Pahl: Vor meinem Auftritt habe ich die Performance der Sänger, die vor mir dran waren, am Bildschirm erfolgt. Da hab ich mir schon dauernd ausgemalt, wie das gleich sein wird, wenn ich singe, und sich niemand umdreht. Dauernd hab ich mich gefragt, wie ich dann wohl reagieren werde. Ich hab mir so sehr gewünscht, dass sich auch nur ein einziger Stuhl umdreht. Dass es dann gleich 3 waren, hat alle meine Hoffnungen übertroffen.

STOL: Nach deinem Auftritt war die ganze Jury begeistert. Mark Forster hast du „umgehauen“ und Samu Haber hatte Gänsehaut am ganzen Körper. Warum ist deine Wahl dann schließlich auf das Team von Rea Garvey und Samu Haber gefallen?

Pahl: Es ist mir schwer gefallen, mich zu entscheiden, weil alle Jurymitglieder so sympathisch waren. Trotzdem war es dann letztlich für mich klar, dass ich ins Team von Rea Garvey will. Ich glaube, dass ich da gut hinein passe. Rea legt sehr viel Wert auf das Gefühlvolle und die Emotionen beim Singen, das ist auch meine Stärke, denke ich. Ich bin ja keine ausgebildete Sängerin und weiß eigentlich gar nicht so richtig, was ich da mit meiner Stimme mache. Ich weiß nur, dass ich beim Singen etwas rüber bringen und die Menschen berühren will. Deshalb habe ich schon sehr gehofft, dass ich Rea von mir begeistern kann. Dass er nun zusammen mit Samu Haber mein Coach sein wird, freut mich sehr.


STOL: Wie geht es jetzt für dich in der Show weiter?

Pahl: Als nächstes stehen die „Battles“ an. Da werde ich dann gegen eine andere Sängerin oder Sänger aus dem Team von Rea und Samu antreten. Wir werden zusammen einen Song singen, den uns die Coaches zuteilen und mit uns einstudieren. In der Show müssen sie sich dann für einen von uns beiden entscheiden – der kommt in die nächste Runde.

Für Claudias Fans heißt es jetzt also Daumen drücken, wenn es in die „Battles“ geht. Man darf gespannt sein, mit welchem Song Claudias Stimme wieder unter die Haut gehen wird.

Hier eine weitere Kostprobe, die Claudia Pahl in den sozialen Netzwerken geteilt hat.

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pho