Es handelt sich dabei um einen Kompositionsauftrag des Südtiroler Künstlerbundes und Kunst Meran. Mit dabei sind das Ensemble „Windkraft“ und Lukas Juhart unter der Leitung von Kasper De Roo.Eduard Demetz zum Projekt: “Die Erfahrung, eine Komposition zu dritt zu schaffen, war für mich wie das Betreten eines völligen Neulandes. In der bildenden Kunst ist es üblich (und auch häufig praktiziert), dass sich zwei oder mehrere Künstler zusammenschließen um ein gemeinsames Werk zu schaffen. Herta Torggler hatte die Idee, diese in der Welt des Bildnerischen so häufig anzutreffende Form auch auf die Musik zu übertragen. Als Komponisten, die wenig oder gar keine Erfahrung im Umgang mit derartigen Schaffensformen haben, sind wir auf Vorschlag von Herta Torggler gemeinsam diesen - zumindest für mich - abenteuerlichen und unüblichen Weg des Komponierens gegangen.Auch wenn wir nie zu dritt an ein und demselben Schreibtisch saßen, um einer nach dem anderen munter Noten aufs Papier zu malen, sondern jeder daheim in seiner Schreibstube komponierte, war es eine ganz besondere Art des Komponierens. Alles was man selbst entscheidet, formt und definiert, muss als Aktion gedacht werden, auf die die Kollegen reagieren werden oder eben als Reaktion auf eine vorausgegangene Aktion eines Kollegen. Das Verhältnis zum Komponierten wird bestimmt von einer starken Haltung der ästhetischen und strukturellen Offenheit, weil alles was man macht den beiden Kollegen noch genügend Platz fürs Reagieren geben muss, wobei dieses Reagieren ergänzend, abrundend, neu aufrollend oder entgegensetzend sein kann. Das Arbeiten an einem Stück, welches hinterher noch einer Intervention unterzogen wird beziehungsweise das Reagieren auf bereits Bestehendes war für mich die Herausforderung und das Spannende an diesem Projekt.“