Das unter der Herrschaft von Herzogin Marie-Louise von Österreich errichtete Theater steht mit einer Verschuldung von neun Millionen Euro vor dem Bankrott, berichtete die Tageszeitung „La Stampa“.Allein 2011 habe das 1829 eröffnete Theater zwei Millionen Euro Verlust gemeldet. Um die Pleite abzuwenden, versprach die Gemeinde Parma einen Beitrag von zwei Millionen Euro bis Ende 2013. Dafür sollen jedoch beim Personal Einsparungen von 700.000 Euro durchgeführt werden. Das Opernhaus beschäftigt derzeit 80 Personen. Mit einer strengen Sanierungspolitik soll bis 2016 eine ausgeglichene Bilanz vorgelegt werden.Verdi-Feierlichkeiten auf Minimun reduziertWegen des Sparprogramms werden die Feierlichkeiten für Giuseppe Verdi anlässlich seines 200. Geburtstags im Oktober aufs Minimum reduziert. „Verdi wird auf der ganzen Welt gefeiert, nur in Parma wird er ignoriert“, protestierte „La Stampa“. Die Tageszeitung sprach von schweren Missständen bei der Verwaltung des Theaters in den vergangenen Jahren.Das Teatro Regio hatte am vergangenen Samstag mit „Ballo in maschera“ das Verdi-Jahr eröffnet. Im März folgt eine „Nabucco“-Aufführung. Eine Ausstellung zu Verdis Ehren ist ab Ende Jänner im „Haus der Musik“ von Parma geplant. Im Geburtsort des Komponisten Roncole di Busseto nahe Parma ist im Oktober ein Verdi-Festival vorgesehen.Starker Andrang wird in den nächsten Monaten in seinem Geburtshaus, sowie in der nahe gelegenen Kirche San Michele erwartet, in der Verdi getauft wurde. Hier befindet sich noch die alte Orgel, auf der der Meister als junger Bursche geübt hat.apa