Die Regierung Monti hat eine Kommission ernannt, die die Feierlichkeiten für das Jubiläum koordinieren wird. Parma und Mailand, zwei Städte in denen der Maestro lange Zeit gelebt hat, werden Verdi ein reiches Jubiläumsprogramm widmen.6,5 Mio. Euro hat die Kulturkommission der Abgeordnetenkammer in Rom für die Verdi-Feierlichkeiten zur Verfügung gestellt. Das Teatro Regio in Parma eröffnet die Saison am 12. Jänner mit Verdis „Ballo in maschera“, im März folgt eine „Nabucco“-Aufführung. Eine Ausstellung zu Verdis Ehren ist ab Ende Jänner im „Haus der Musik“ von Parma geplant. Im Geburtsort des Komponisten Roncole di Busseto nahe Parma ist im Oktober ein Verdi-Festival vorgesehen. Starker Andrang wird in den nächsten Monaten in seinem Geburtshaus, sowie in der nahe gelegenen Kirche San Michele erwartet, in der Verdi getauft wurde. Hier befindet sich noch die alte Orgel, auf der der Meister als junger Bursche geübt hat.„Verdis Persönlichkeit ist eng mit der Geschichte Parmas verbunden. In den Archiven unserer städtischen Museen sind zahlreiche Dokumente und Zeugnisse seines Genies aufbewahrt“, berichtet die für Kulturfragen zuständige Gemeinderatabgeordnete Laura Maria Ferraris. Das Verdi-Jubiläum sollte zum Anlass genommen werden, die Stadt Parma zu besichtigen, die eine enge Verbindung zur habsburgischen Geschichte hat und reich an Monumenten und Museen ist. „In Parma hat Marie-Louise von Österreich lange gelebt. Sie hat sich stark für die Musik in der Stadt engagiert, deren Geschichte mit jener Verdis verknüpft ist“, meinte Ferraris.Auch die Arena von Verona und die Scala gedenken mit zahlreichen Verdi-Aufführungen zum 200. Geburtstag des Komponisten. Im Mailänder Opernhaus ist in der Saison 2013 eine Aufführung von Franco Zeffirellis „Aida“ unter der Leitung des Dirigenten Gianandrea Noseda vorgesehen. Außerdem wird „Don Carlo“ unter der Leitung von Fabio Luisi inszeniert. Nicola Luisotti dirigiert „Nabucco“ in der Regie von Daniele Abbado. Daniele Rustioni wird „Un ballo in maschera“ leiten. Geplant ist auch eine Aufführung von „Falstaff“ unter der Leitung von Daniel Harding sowie „Macbeth“, dirigiert von Valery Gergiew.Die Feierlichkeiten anlässlich des 200. Geburtstags von Verdi gehen am 7. Dezember 2013 zu Ende. An diesem Tag wird die neue Scala-Saison unter der Leitung von Daniele Gatti mit „La Traviata“ eröffnet. Der Beschluss der Scala, die Saison 2012/2013 am vergangenen 7. Dezember mit Wagners „Lohengrin“ statt mit einer Verdi-Oper zu beginnen, hatte in Italien heftige Kritik auslöst.